Richter lehnt Antrag abBittere Pleite! Epsteins Komplizin muss 20 Jahre absitzen

Screenshot aus einem Video vom 09.02.26, veröffentlicht vom Ausschuss für Aufsicht und Regierungsreform des Repräsentantenhauses (GOP Oversight), in dem Ghislaine Maxwell vor dem House Oversight Committee spricht. Laut dem Vorsitzenden des zuständigen Aufsichtsausschusses des Repräsentantenhauses, Comer, hatte die Epstein-Vertraute die Aussage vor dem Kongress verweigert. +++ dpa-Bildfunk +++
Sie ist im Gefängnis und wird auch dort bleiben: Ghislaine Maxwell war maßgeblich am Missbrauch beteiligt.
picture alliance/dpa/PA Media / Gop Oversight

Ghislaine Maxwell vermittelte für Jeffrey Epstein über Jahre Minderjährige, die dieser dann schwer missbrauchte. Sie ist die Einzige die in der Epstein-Affäre verurteilt wurde. Ein Gericht weist nun einen Antrag, ihre Verurteilung aufzuheben, mit entschiedenen Worten ab.

Die Komplizin des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, bleibt in Haft. Ein US-Bundesrichter wies einen Antrag der 64-Jährigen ab, ihre Verurteilung zu 20 Jahren Gefängnis aufzuheben. Sie war wegen Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung schuldig gesprochen worden, weil sie Minderjährige an Epstein vermittelt hatte.

Sie argumentierte in ihrem, vom New Yorker Bundesrichter Paul Engelmayer als „langwierig und ausschweifend“ kommentierten Antrag, dass die Veröffentlichung der Epstein-Akten in diesem Jahr ihre Behauptung unterstützen würden, dass sie fälschlicherweise inhaftiert worden ist. Engelmayer erklärte, dass die Akten „weit davon entfernt sind, sie zu entlasten. Sie belasten sie eher und bestätigen die Richtigkeit des Urteils.“

Der Richter erklärte zudem, Maxwells Behauptungen seien „unbegründet und größtenteils belanglos“. Sie hatte argumentiert, während des Verfahrens und der Urteilsverkündung 2021 seien ihre verfassungsmäßigen Rechte verletzt worden.

Maxwell ist in den USA die Einzige, die im Epstein-Skandal gerichtlich verurteilt wurde. Ihre Forderungen nach einer Begnadigung durch Präsident Donald Trump sind bisher ins Leere gelaufen.

Maxwell unterhielt in den 1990er Jahren eine Beziehung mit Epstein. Mit ihrer Hilfe soll der bis in höchste Kreise von Politik und Wirtschaft vernetzte US-Investor mehr als 1000 Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht haben. Epstein war erstmals 2008 wegen Anstiftung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals eine nur 18-monatige Haftstrafe.

2019 wurde er erneut festgenommen, unter anderem wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. Im August 2019 wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben.

Verwendete Quellen: kaz/AFP