Er wurde bewusstlos auf seinem Hof gefundenNorwegen trauert um zweimaligen Olympiasieger (†50)

Olaf Tufte
Olympiasieger Olaf Tufte wurde bewusstlos auf seinem Hof gefunden.
IMAGO / TT

Er war der erfolgreichste Ruderer des Landes.
Norwegen trauert um Olaf Tufte (†50). Der zweimalige Einer-Olympiasieger starb völlig unerwartet am Dienstag (21. Juli) in einem Krankenhaus Oslo. Zuvor war er bewusstlos auf seinem Hof gefunden worden. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Tufte „einer der größten Sporthelden Norwegens”

Was genau auf seinem passiert war, ist unklar. Zeugen des Vorfalls gibt es nicht. Bekannt ist nur, dass Tufte am Tag vor seinem Tod bewusstlos auf seinem Hof aufgefunden und von Rettungskräften erstversorgt wurde.

Der Norweger starb norwegischen Medienberichten zufolge tags darauf im Nationalkrankenhaus in Oslo. Die Berichte beziehen sich auf eine Stellungnahme der Familie.

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Tufte zählt zu den erfolgreichsten Einer-Ruderern der Geschichte. Er hatte bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen und 2008 in Peking Gold gewonnen und war außerdem 2001 und 2003 Weltmeister im Einer geworden. Auch im höheren Alter war er noch erfolgreich: Mit 40 Jahren feierte der Ruderer 2016 in Rio de Janeiro mit Olympia-Bronze im Doppelzweier seine letzte Medaille. Fünf Jahre später belegte er mit 45 Jahren bei den Olympischen Spielen in Tokio im Doppelvierer den neunten Platz. Er gewann 2004 und 2008 Olympia-Gold und wurde 2001 sowie 2003 Weltmeister.

Die Nachricht löste in Norwegen unter Sportlern und Politikern große Betroffenheit aus. „Tufte hat unserem Land unzählige Momente der Freude am Sport geschenkt. Er war einer der größten Sporthelden Norwegens, ein hochdekorierter Olympiateilnehmer, einer der besten Ruderer, die wir je hatten, und für viele ein großes Vorbild. Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen”, sagte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre.

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Wenige Tage vor seinem Tod trainierte Tufte noch Talente

Noch am vergangenen Freitag habe Tufte Talente trainiert, die Norwegen in wenigen Tagen bei den Ruder-Europameisterschaften vertreten sollten, sagte Frank Ove Reite, Präsident des norwegischen Ruderverbandes. „Olaf war ein großartiger Familienvater, Mensch und Sportler. Wir müssen das erst begreifen – es ist ein Schock für den gesamten norwegischen Rudersport. Dafür gibt es keine Worte.”

Zusammen mit seiner Frau Aina, Tochter Mie Lovise und Sohn Herman Aurelius unterhielt Tufte zuletzt den historischen Erlebnisbauernhof Bauernhof Tufte Gård bei Nykirke rund 90 Kilometer südlich von Oslo.

Wie groß die Lücke sein muss, die der Tod ihres Familienoberhaupts reißt, kann man nur erahnen. (mli)

Verwendete Quellen: dpa, sid, tuftegard.no