Krieg der Worte auf Plattform XIrans Minister greift nach WM-Aus jubelnden US-Politiker an

U.S. Secretary of Homeland Security Markwayne Mullin testifies at a House Appropriations Homeland Security Subcommittee hearing on Capitol Hill in Washington, D.C., U.S., June 25, 2026. REUTERS/Annabelle Gordon
Markwayne Mullin ist froh, dass die iranischen Fußballer wieder weg sind.
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Der Streit um das WM-Aus des Iran erreicht die US-Regierungsebene. Nach dem Jubel eines US-Ministers meldet sich Irans Außenminister mit scharfer Kritik zu Wort.

Nach dem Vorrunden-Aus des Irans bei der Fußball-WM hat sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi in den Streit mit der US-Regierung eingeschaltet. Auf der Plattform X reagierte er auf den Jubel von Markwayne Mullin, dem Minister für Innere Sicherheit im Kabinett von US-Präsident Donald Trump.

„‚Mission erfüllt‘, Herr Mullin“, schrieb Araghtschi an Mullin gerichtet. „Sie haben noch etwas anderes erreicht: Sie haben der Welt bewiesen, dass Sie nicht in der Lage sind, ein internationales Turnier auszurichten. Ihr Verhalten war ein Paradebeispiel dafür, wie man die Würde verspielt, die mit der Rolle als Gastgeber einhergeht.“

Damit griff der Außenminister eine Linie auf, die zuvor bereits der iranische Fußball-Verband vertreten hatte. Auslöser war eine Äußerung Mullins zum Ausscheiden der iranischen Mannschaft. „Ich bin einfach nur froh, dass sie fertig sind und dass sie nicht zurückkommen“, hatte der Homeland Security Secretary gesagt. Er sei sehr glücklich gewesen, als sie die Visa der Iraner widerrufen hätten „und ich habe vielleicht auch ein oder zwei Lieder gesungen oder vielleicht sogar einen Freudentanz getanzt“.

Die iranische Nationalmannschaft musste wegen Einreisebeschränkungen für jedes Spiel aus dem WM-Quartier im mexikanischen Tijuana in die USA einreisen und durfte nur kurz vor und nach den Spielen in den Vereinigten Staaten bleiben. Spieler und Verantwortliche hatten deswegen von einer klaren Benachteiligung gesprochen. Der Iran hatte den Einzug in die K.o.-Runde knapp verpasst.

Auch der iranische Fußball-Verband hatte die Äußerungen Mullins kritisiert, sich aber nicht überrascht gezeigt. „Iraner sind die schlechten Behandlungen und Lügen von US-Offiziellen gewohnt, deshalb ist niemand im Iran überrascht von diesen feindlichen Äußerungen“, hieß es in einem Verbandsstatement.

Verwendete Quellen: tno/dpa