Team habe „kämpferisch Unglaubliches geleistet”Chefkritiker Hoeneß findet lobende Worte für Nagelsmann

Von Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß kamen vor der Fußball-WM nur wenige anerkennende Worte in Richtung von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Jetzt klingt die Bayern-Ikone anders. Es gibt Lob für Coach und Mannschaft.
Der zuletzt kritische Ehrenpräsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, hat Bundestrainer Julian Nagelsmann für dessen taktische Entscheidungen bei der Fußball-WM in Nordamerika gelobt. Die DFB-Auswahl habe beim 2:1 am Samstag gegen die Elfenbeinküste, das letztlich den Gruppensieg brachte, „kämpferisch Unglaubliches geleistet“, sagte Hoeneß am Rande des Basketballfinales der Bayern gegen Alba Berlin beim Streamingdienst Dyn.
Zwar sei der Weg zum Titel noch weit, weil „noch schwere Brocken“ warteten. „Wenn sie allerdings so zu einer Mannschaft zusammenwachsen, und der Trainer immer so gut austauscht wie gestern, dann könnte es etwas werden“, sagte Hoeneß. Die beiden Treffer zum Sieg hatte der von Nagelsmann eingewechselte Deniz Undav erzielt. Der Stuttgarter Angreifer kam in der 60. Minute ins Spiel und erzielte acht Minuten später den Ausgleich und in der 94. Minute den 2:1-Siegtreffer.
Hoeneß hatte Nagelsmann im Mai in mehreren Interviews unter anderem vorgehalten, dass er bei dem früheren Bayern-Coach „die Bereitschaft“ vermisse, zuzuhören und etwas anzunehmen. Hoeneß hatte auch dessen Kommunikation im Zusammenhang mit der Rückkehr von Torhüter Manuel Neuer als „nicht fair“ gegenüber Oliver Baumann bezeichnet. Auch hatte Hoeneß dem Bundestrainer vorgehalten, er habe es nicht geschafft, bis zur WM eine eingespielte Stammformation zu haben.
Nagelsmann hatte darauf im ZDF-„Sportstudio“ unter anderem mit dem Satz reagiert: „Uli darf immer etwas zu mir sagen. Ich habe großen Respekt vor seinem Lebenswerk.“ Die Unstimmigkeiten waren offenbar am Rande des Pokalfinales in Berlin am 23. Mai zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart ausgeräumt worden.
Verwendete Quellen: msc/dpa/sid


