Neue Doku ein Jahr nach ihrem TodLaura Dahlmeier wurde vor dem Aufbruch zum Laila Peak gewarnt – dann ging sie los

Dahlmeier war beim Bergsteigen in Pakistan ums Leben gekommen.
Die ehemalige deutsche Biathletin Laura Dahlmeier war 2025 beim Bergsteigen im pakistanischen Karakorum-Gebirge tödlich verunglückt.
Hendrik Schmidt/dpa

Diese Schilderungen ein Jahr nach ihrem Tod gehen unter die Haut.
Am 28. Juli 2025 wurde Laura Dahlmeier am Laila Peak im pakistanischen Karakorum von einem Steinschlag getroffen. Die ehemalige Biathlon-Olympiasiegerin starb im Alter von nur 31 Jahren. Jetzt kommen neue Details über die Tage vor ihrem Tod ans Licht. In der ServusTV-Dokumentation „Laura Dahlmeier … ein Schritt zu weit“ berichtet eine Bergsteigerin, sie habe Dahlmeier vor der Tour gewarnt.

María Martín sah die Gefahr am Berg

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Ein Foto erinnert an Laura Dahlmeier.
IMAGO/Ulrich Wagner

Die spanische Alpinistin María Martín begegnete Laura Dahlmeier und deren Seilpartnerin Marina Krauss wenige Tage vor dem Unglück im Basislager. Die Verhältnisse dort seien schon damals bedrohlich gewesen.

Martín berichtet von tagelangem Regen und ständig herabstürzenden Lawinen, Steinen und Eismassen. Sie habe den beiden Frauen sogar Fotos der gefährlichen Stellen gezeigt. Mit deutlichen Worten habe sie versucht, ihnen die Lage klarzumachen: „Viel zu gefährlich, unmöglich.“

Die Warnung konnte Dahlmeier und Krauss allerdings nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Martín zufolge gingen die schlimmsten Lawinen erst nieder, nachdem die beiden das Basislager bereits verlassen hatten.

Steinschlag trifft Laura Dahlmeier beim Abstieg

Gemeinsam mit Marina Krauss machte sich Laura Dahlmeier auf den Weg zum 6.096 Meter hohen Laila Peak. Wegen eines Wetterumschwungs brachen die Bergsteigerinnen den Aufstieg ab.

Beim Abstieg trafen herabfallende Steine Dahlmeier in etwa 5.700 Metern Höhe. Ihre Seilpartnerin konnte sie unter den extremen Bedingungen nicht erreichen und setzte schließlich einen Notruf ab. Dahlmeier war vermutlich sofort tot.

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Retter entdecken Dahlmeiers leblosen Körper

Auch der US-amerikanische Bergführer Alan Rousseau kommt in der Dokumentation zu Wort. Er beteiligte sich an der Rettungsmission und schildert den Moment, in dem sein Team Dahlmeier aus einem Hubschrauber sah.

Zunächst hätten die Helfer lediglich das Zelt gesehen. Dann entdeckten sie ihren leblosen Körper, der noch im Seil hing. Der Schnee rund um die Unglücksstelle sei von Felsen, Schlamm und Schmutz dunkel verfärbt gewesen.

Eine Bergung wäre für die Helfer lebensgefährlich gewesen. Das Team prüfte verschiedene Möglichkeiten, entschied sich wegen der anhaltenden Steinschlaggefahr jedoch dagegen. „Wer da reingeht, setzt sein eigenes Leben aufs Spiel“, erklärt Rousseau in der Dokumentation.

Laura Dahlmeier wollte niemanden gefährden

Dass die Retter ihr Leben nicht für eine Bergung riskieren sollten, entsprach Laura Dahlmeiers ausdrücklichem Wunsch. Die erfahrene Berg- und Skiführerin hatte für einen solchen Fall festgelegt, dass ihr Körper am Berg bleiben sollte.

Am 30. Juli 2025 bestätigte ihr Management den Tod der zweimaligen Olympiasiegerin und siebenfachen Weltmeisterin. Ihre letzte Ruhestätte liegt damit an jenem Ort, der für sie immer Freiheit, Kraft und Heimat bedeutet hatte: in den Bergen.

Verwendete Quelle: ServusTV „Laura Dahlmeier ... ein Schritt zu weit”