Über sechs Stunden lang ist sein früheres Hilfsmittel plötzlich seine größte Gefahr. Denn diesem Bergsteiger steckt sein eigener Wanderstock im Oberkörper– nur wenige Zentimeter neben dem Herzen!
Dabei wollte David mit seinen Freunden Brad und Jesse den 3.800 Meter hohen Granite Peak besteigen. Doch nach rund 16 Kilometern kommt es zu der Katastrophe.
„Ich bin einfach auf ein paar Felsen ausgerutscht. Es war einfach ein seltsamer Zufall – so etwas, bei dem man eher damit rechnet, sich den Knöchel zu verstauchen, als eine katastrophale Verletzung davonzutragen. Als ich mich umdrehte, bemerkte ich, dass einer meiner Wanderstöcke auf dem Boden lag. Und als ich mich aufrichtete, wurde mir klar, dass der andere in meiner Seite steckte.“
Der gelernte Krankenpfleger bleibt ruhig, und stellt fest, dass keine Organe verletzt wurden. Deshalb beschließt David: Er will umkehren und nicht auf die Rettungskräfte warten. 6 Stunden dauert der Abstieg – inklusive Stock im Oberkörper.
„Der Aufstieg ist ohnehin schon schwer genug. Und dann dieses raue Gelände – die Geröllfelder, die Schneefelder, die endlosen Serpentinen. Und das alles mit so viel Präzision bewältigen zu müssen, damit es nicht zu einem weiteren Sturz kommt oder sich sein Zustand verschlechtert. Er war einfach extrem fokussiert und völlig bei sich. Es war wirklich unglaublich, dass er das so lange durchziehen konnte.“
Im Tal wird er schließlich von der Bergrettung ins Krankenhaus gebracht.
„Ein paar Zentimeter in die andere Richtung und die Geschichte wäre ganz anders ausgegangen. Deshalb bin ich sehr glücklich, sehr, sehr gesegnet, so gute Freunde und Menschen zu haben, die mir geholfen haben.“
Mittlerweile geht es ihm wieder besser. Trotz der schockierenden Erfahrung steht für ihn und seine Freunde fest: Sie wollen den Granite Peak nochmal besteigen - dann aber bitte mit Wanderstöcken in den Händen.
Quelle: CNN, KTVQ – MTN News