Sein Körper versagt – bitteres Aus!Hitzeschock bei French Open! Topfavorit Sinner bricht ein

Tennis - French Open - Roland Garros, Paris, France - May 28, 2026 Italy's Jannik Sinner reacts during a break in play in his second round match against Argentina's Juan Manuel Cerundolo REUTERS/Stephanie Lecocq     TPX IMAGES OF THE DAY
Jannik Sinner stand schon kurz vor dem Einzug in die dritte Runde - dann brach der Tennis-Star urplötzlich ein.
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Jannik Sinner marschiert bei den French Open souverän Richtung dritte Runde, sein Spiel gegen Außenseiter Juan Manuel Cerúndolo scheint nur noch Formsache. Doch dann zieht die Pariser Hitze dem Superstar gnadenlos den Stecker.

Drama in der Pariser Hitze, der Topfavorit ist raus: Jannik Sinner ist bei den French Open in Paris auf dramatische Weise ausgeschieden. Der viermalige Grand-Slam-Sieger aus Südtirol litt ab dem dritten Satz seines Zweitrundenduells mit dem Argentinier Juan Manuel Cerúndolo bei Temperaturen von mehr als 30 Grad unter großen körperlichen Problemen. Der 24-Jährige, der die Weltrangliste souverän anführt und sich in den vergangenen Wochen als scheinbar unbezwingbar präsentiert hatte, verlor 6:3, 6:2, 5:7, 1:6, 1:6.

„Ich habe mich plötzlich sehr schwindelig gefühlt und hatte nur noch wenig Energie. Ich habe versucht, es auszuservieren, habe es aber nicht geschafft“, sagte Sinner, der sich bereits am Morgen „nicht wohlgefühlt“ habe. „Es ist natürlich schwer zu akzeptieren für mich, vor allem in der Position, in der ich war. Jetzt muss ich mich vollständig erholen, auch mental“, fügte er an. Auch sein Gegner fühlte mit dem Italiener. „Natürlich ist das hart für ihn. Ich hatte viel Glück“, sagte Cerúndolo, der mit seinem Überraschungssieg fast ein wenig überfordert wirkte: „Er tut mir leid, er hätte es verdient gehabt und ich hoffe, es geht ihm bald besser.“

Sinner hatte in den vergangenen Jahren immer wieder bei hohen Temperaturen mit seinem Körper zu kämpfen. Gegen Cerúndolo sah es zunächst so aus, als würden diese Sinner diesmal nichts anhaben können. Gegen Ende des dritten Satzes - Sinner führte schon 5:1 - bekam der Südtiroler plötzlich Probleme: immer wieder suchte die Nummer eins der Welt den spärlichen Schatten auf dem Court Philippe-Chatrier, er dehnte mehrfach seine Muskulatur.

In Sinners Box herrschte Ratlosigkeit, als er ein eigenes Aufschlagspiel ohne Punktgewinn abgab. Beim Stand von 6:3, 6:2, 5:4 für Sinner konnte er dann erstmals nicht mehr weiterspielen und nahm eine medizinische Auszeit. Dabei gab er an, dass ihm „schwindelig“ sei. Sinner kehrte anschließend auf den Platz zurück, verlor aber den dritten Satz.

Auch nach einer weiteren längeren Pause sah Sinner nicht gut aus. Im vierten Satz musste er sich beinahe auf dem Court übergeben. Immer wieder stützte er sich zudem auf seinem Schläger ab und versuchte, Rat in seiner Box einzuholen. Es half nichts: Nach insgesamt drei Stunden war auch der vierte Satz verloren. Sinner kämpfte verbissen, doch sein Körper ließ ihn auch im Anschluss im Stich.

Sinner war als absoluter Topfavorit auf den Titel nach Paris gereist. 2025 bremste ihn erst Carlos Alcaraz in einem epischen Finale aus - der Spanier fehlt in diesem Jahr verletzungsbedingt, was Sinners Chancen im Vorfeld noch einmal vergrößert hatte. In Rom gewann der Italiener sein sechstes Masters in Serie nach den Triumphen in Paris (2025) sowie Indian Wells, Miami, Monte Carlo und Madrid in diesem Jahr. Einer seiner größten Rivalen in diesem Jahr war Alexander Zverev, dessen Chancen auf einen ersten Grand-Slam-Titel durch Sinners Aus nun deutlich besser erscheinen.

„Natürlich ist Sascha Zverev, der an Nummer zwei gesetzt ist, jetzt der absolute Topfavorit“, sagte Ex-Bundestrainerin Barbara Rittner bei Eurosport. Ex-Profi Philipp Kohlschreiber warnte jedoch: „Es gibt noch genug Stolpersteine.“

Verwendete Quellen: mar/sid