„Alle eingeleiteten Maßnahmen erfolglos”Handball-Europapokal von Todesfall überschattet

Todesfall im Handball
Beim Spiel zwischen der SG Flensburg-Handewitt und Montpellier HB kommt es zu einem tragischen Todesfall in der Halle.
Michael Hundt/dpa

Plötzlich wurde es ganz still.
Der 40:35-Sieg der SG Flensburg-Handewitt gegen Montpellier HB in der European League wird am Dienstagabend (24. Februar) schnell zur Nebensache. Früh im Spiel wird es in der GP Joule Arena gespenstisch still. Der Grund: Ein Fan stirbt in der Halle. Alle versuchen, ihn wiederzubeleben, scheitern.

Handball-Fan stirbt mitten im Spiel

Bereits früh im Spiel der beiden Vorjahresfinalisten wird es auffällig ruhig unter den 5.000 Zuschauern. Es gibt keine musikalischen Einspieler, der Applaus beschränkt sich auf aufmunternd gemeintes Klatschen. Ein Zustand, der lange anhält.

Der Kommentator des übertragenden Senders Dyn, Markus Götz, sagt: „Wenn ich das richtig deute, ist die ganze Atmosphäre in der Halle nach wie vor sehr gedämpft. Die medizinische Situation, was auch genau passiert ist, scheint noch nicht ganz im Griff zu sein. Man kann nur weiter die Daumen drücken. Den Mannschaften bleibt nichts anderes übrig, als ihren Job zu machen.

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„Der Handball und alles Sportliche rücken heute in den Hintergrund”

Auch das medizinische Personal macht beharrlich seinen Job – und doch lässt sich das schreckliche Ende nicht verhindern. Nach dem Spiel teilt der Club aus Flensburg mit, dass der Fan gestorben ist: „Leider blieben alle eingeleiteten Maßnahmen erfolglos.”

SG-Geschäftsführer Holger Glandorf: „Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. Der Handball und alles Sportliche rücken heute in den Hintergrund.”

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So konnten auch die Spieler den ersten Sieg in der Hauptgruppenrunde 1 nur bedingt feiern. Zu schwer wog der tragische Todesfall, der sich vor ihren Augen ereignet hatte. (mli)

Verwendete Quellen: Dyn, dpa, eigene RTL-Recherche