Einer davon ist nicht mal TrainerDiese vier Klopp-Vertrauten sollen den DFB zurück an die Spitze führen

Jürgen Klopp kommt nicht allein.
Als der 59-Jährige am Freitag als neuer Bundestrainer vorgestellt wird, bringt er die Menschen mit, denen er seit Jahren blind vertraut. Drei sitzen künftig mit ihm auf dem Trainingsplatz – einer zieht im Hintergrund die Fäden. Gerade diese vier Namen verraten viel über Klopps Erfolgsrezept: Vertrauen statt großer Umbrüche.
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Schon bei seiner Vorstellung macht Klopp deutlich, dass er den Job nur gemeinsam mit seinem engsten Kreis angehen will: „Ich habe fantastische Leute dabei.” Und weiter: „Das sind Menschen, denen ich zu hundert Prozent vertraue.”
Peter Krawietz: Klopps engster Weggefährte.
Der wichtigste Mann an Klopps Seite ist Peter Krawietz (54). Bereits 2001 arbeiten beide in Mainz zusammen, anschließend folgen Borussia Dortmund, der FC Liverpool und nun die Nationalmannschaft. Kaum jemand kennt Klopp und seine Arbeitsweise besser. Krawietz gilt als Taktik- und Analyseexperte. Gegnerbeobachtung, Spielvorbereitung und Detailarbeit gehören zu seinen größten Stärken. Im Fußball wird er deshalb seit Jahren als Klopps „Auge” bezeichnet.
Pepijn Lijnders bringt die Trainingsideen.
Mit Pepijn Lijnders (43) kehrt einer der Architekten von Liverpools Erfolgen zurück. Der Niederländer gilt als Trainingsspezialist und Ideengeber auf dem Platz. Klopp lobte ihn in der Vergangenheit immer wieder als jemanden, der ständig neue Lösungen finde und seine Mannschaften besser mache.
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Sven Bender soll die Spieler erreichen
Neu im Trainerteam ist Sven Bender (37). Der frühere Nationalspieler spielte sechs Jahre unter Klopp bei Borussia Dortmund und gewann mit ihm zweimal die deutsche Meisterschaft. Der Ex-Profi soll vor allem die Brücke zwischen Trainerteam und Mannschaft schlagen. Seine ruhige Art und seine Glaubwürdigkeit machen ihn für Klopp zur Idealbesetzung. Genau diese Mischung aus Fachwissen und „Bolzplatz-Mentalität” schätzt der Bundestrainer an seinem ehemaligen Spieler.
Marc Kosicke ist gar kein Trainer
Der vierte Mann im engsten Kreis sorgt dagegen für Verwunderung. Denn Marc Kosicke (55) ist überhaupt kein Fußballtrainer. Seit rund 20 Jahren ist er Klopps Berater, enger Freund und wichtigster Sparringspartner. Gemeinsam bauten sie eine außergewöhnliche Vertrauensbasis auf. Bisher führte Kosicke als Spieler- und Trainerberater die Agentur Projekt B, nun legt er diese Aufgabe nieder, um Klopp vollständig zum DFB zu folgen.
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Sein offizieller Titel lautet deshalb auch nicht Co-Trainer, sondern „Co-Trainer für Strategie, Entwicklung und Innovation”. Er soll keine Übungen auf dem Trainingsplatz leiten oder Taktiktafeln beschriften. Seine Aufgabe ist vielmehr, gemeinsam mit Klopp Prozesse zu entwickeln, Strukturen zu verbessern und die langfristige Ausrichtung der Nationalmannschaft mitzugestalten. Genau deshalb gilt Kosicke für Klopp als einer der wichtigsten Menschen überhaupt – obwohl er nie selbst Trainer war.
Klopp fasst seine Philosophie bei der Vorstellung mit einem Satz zusammen: „Ich will die besten Leute um mich herum haben.” Genau das zieht sich durch seine gesamte Karriere. Ob in Mainz, Dortmund oder Liverpool – Klopp setzte nie auf möglichst viele neue Gesichter, sondern auf Menschen, denen er vertraut und die ihm auch widersprechen. Dieses Erfolgsmodell soll nun auch den DFB wieder an die Weltspitze führen.
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Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche









