Nico Schlotterbeck spricht offenNationalspieler enthüllt: So hart war seine schwerste Zeit nach Verletzung

Vor dem Härtetest gegen den VfB Stuttgart gibt BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck ein offenes Interview. Der DFB-Star spricht über seine lange Verletzungszeit, die neue Ära unter Jürgen Klopp - und eine „gewisse Sucht“.
Nationalspieler Nico Schlotterbeck hat die Monate nach seinem Innenbandriss im Sprunggelenk bei der WM als seine „bisher schwerste Zeit im Fußball“ bezeichnet. Die 84 Tage bis zu seinem Comeback seien „extrem hart“ gewesen, sagte der Innenverteidiger in einem Interview auf der Vereinswebsite von Borussia Dortmund. „Wenn ich verletzt bin, bin ich nicht der Bestgelaunte“, sagte der 26-Jährige.
Schlotterbeck hatte am vergangenen Wochenende im Bundesligaspiel gegen den SC Paderborn seine Rückkehr nach der langen Verletzungspause gefeiert. Er sei „kein sensibler Spieler“, sagte der 26-Jährige nach dem 3:0-Sieg. „Ich kann mit Schmerzen umgehen. Deswegen hatte ich Vertrauen und Riesenbock. Fußball ist Adrenalinsucht. Es war eine schwere Verletzung, und ich bin jetzt froh, wieder zurück zu sein.“
„Freue mich total“ auf Jürgen Klopp
Auf der BVB-Website fügte er nun hinzu: „Mit dem Fußball gehen wir ja schon einer gewissen Sucht nach, und ich habe es vermisst, wieder vor den Fans zu spielen.“ Erst drei Tage vor dem Spiel war Schlotterbeck wieder komplett ins Mannschaftstraining eingestiegen. Erstmals seit 2015 hat der Vizemeister seine ersten drei Bundesligaspiele der Saison gewonnen. Insgesamt sind es nun fünf Siege in Folge in drei Wettbewerben, am Wochenende folgt der Härtetest beim VfB Stuttgart.
Seine Verletzung hatte er im zweiten WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) am 20. Juni erlitten. Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp hatte Schlotterbeck am Donnerstag für die komplette Länderspielphase nominiert. „Ich freue mich total darauf. Es ist eine neue Ära, die er einleitet, und ich hoffe, eine erfolgreiche“, sagte der Abwehrspieler. Über seinen neuen Nationaltrainer sagt er: „Die Vita, die er hier in Dortmund und in Liverpool hat, ist richtig, richtig gut.“
Verwendete Quellen: dbe/sid



