Nicht schon wieder!Schlotterbeck-Schock – Nächster Rückschlag für Klopp

Das darf doch nicht wahr sein!
Nico Schlotterbeck (26) wälzte sich unter Schmerzen über den Rasen und hielt sich die Hände vors Gesicht, Jürgen Klopp (59) eilte betroffen zu seinem Abwehrchef: Als hätte der Bundestrainer nicht schon genug Sorgen!
Schlotterbeck geht plötzlich zu Boden
Die Ergebniskrise und die Mittelmaß-Debatte wollte er im strahlenden Sonnenschein von Herzogenaurach für zwei Stunden ausblenden, dann kam mit dem Verletzungsschock um den BVB-Profi schon der nächste Dämpfer.
Der Schreckmoment um Nico Schlotterbeck passierte bei den munteren Aufwärm-Wettkämpfen der Fußball-Nationalspieler zu Beginn des Abschlusstrainings. Plötzlich lag Borussia Dortmunds Abwehrspieler am Boden und hielt sich die Hände vors Gesicht. Das sah gar nicht gut aus.

Bundestrainer Jürgen Klopp schaute vor dem Nations-League-Spiel gegen Serbien am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF) in München besorgt auf den BVB-Kapitän. Die medizinische Abteilung rannte auf den Platz und kümmerte sich um den 26-Jährigen, der nach DFB-Angaben zur genauen Untersuchung des rechten Sprunggelenks direkt zum MRT gefahren wurde.
Schlotterbeck WM-Verletzung gerade überwunden
Schon wieder Schlotterbeck. Bei der Weltmeisterschaft im Sommer hatte sich der Innenverteidiger im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste in Toronto so schwer am linken Fuß verletzt, dass nicht nur das Turnier für ihn frühzeitig vorbei war. Er musste monatelang pausieren. Erst kurz vor den aktuellen Länderspielen feierte er bei der Borussia sein Comeback und beim 1:1 im ersten Klopp-Länderspiel gegen die Niederlande auch in der Nationalelf.
Schlotterbeck galt auch als Kandidat für die Kapitänsbinde beim Länderspiel gegen Serbien, weil Joshua Kimmich nicht mehr zum DFB-Kader für die zweite Woche zählt.
Noch vor dem Trip ins Oktoberfest-selige München zum Nations-League-Duell mit Serbien brach Klopp damit eine wichtige Säule weg. Dabei will der neue Boss unweit der Wiesn doch endlich den ersten Sieg feiern. Stattdessen musste er für sein drittes Spiel am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF) plötzlich umplanen.
Chance für Jeltsch als Schlotti-Ersatz?
Als möglicher Ersatz für Schlotterbeck, der nach dem „Bettenwechsel” als einer von sechs Spielern aus „Kader eins” bei Klopp geblieben war, steht der Neuling Finn Jeltsch parat, ausgerechnet der Stuttgarter erkundigte sich im Abschlusstraining in Herzogenaurach als einer der ersten Kollegen bei „Schlotti”, der beim Aufwärmen plötzlich zu Boden gegangen war.
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Jeltsch ist einer von bis zu neun möglichen Debütanten in Klopps „Kader zwei” bei dessen XXL-Casting für eine bessere DFB-Zukunft. „Jetzt kommt die nächste Gruppe, die sind ausgeruht, dadurch können wir ein bisschen mehr machen”, sagte der große Hoffnungsträger des deutschen Fußballs hoffnungsvoll. Der frische Wind ist nach dem schlechtesten Start eines Bundestrainers mit dem Unentschieden in den Niederlanden (1:1) und der ernüchternden Heimpremiere gegen Griechenland (0:1) willkommen.
Nur die späteren Weltmeistertrainer Sepp Herberger und Helmut Schön verpassten in ihren ersten beiden Spielen ebenfalls einen Sieg. „Chef” Herberger (3:2 gegen Luxemburg) und „Mützenmann” Schön (5:0 gegen Zypern) holten ihn im dritten Anlauf nach. Das wäre in der noch nicht ausverkauften Arena auch ganz in Klopps Sinne. (mli)
Verwendete Quellen: sid, dpa




