„Ich hatte bis zuletzt gehofft”Kimmich gibt sich geschlagen, auch von Klopp

Das Herz ist schwer bei Joshua Kimmich. Mit dem DFB-Team verliert er gegen Griechenland und muss nun abreisen. Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp tauscht seinen Kader fast komplett aus. Auch den Kapitän, der „bis zuletzt gehofft“ hatte.

Kapitän Joshua Kimmich verlässt nach dem Fehlstart unter Bundestrainer Jürgen Klopp die Fußball-Nationalmannschaft schweren Herzens. „Ich hatte bis zuletzt gehofft, zu bleiben und wäre natürlich gerne geblieben. Aber ich verstehe, dass der Trainer einfach auch andere Jungs kennenlernen möchte“, sagte Kimmich nach dem 0:1 (0:0) in der Nations League gegen Griechenland in Augsburg.

Klopp wechselt nach den ersten beiden Spielen in der Nationenliga seinen Kader fast komplett durch, auch Kimmich erhält wie angekündigt eine Auszeit. Die Neuen schauten bei der Niederlage schon einmal live von der Tribüne aus zu - und werden darauf brennen, es besser zu machen. Chancen dazu haben sie am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF) gegen Serbien in München und im Rückspiel im griechischen Thessaloniki (4. Oktober, 20.45 Uhr/RTL, beide auch im ntv.de-Liveticker).

Neun Debütanten dabei

Unter anderem stoßen die WM-Fahrer Waldemar Anton, David Raum, Malick Thiaw, Aleksandar Pavlovic und Nick Woltemade sowie Lennart Karl zum Team. Gleich neun Akteure in „Kader 2“ haben noch kein Länderspiel bestritten: die Torhüter Noah Atubolu, Finn Dahmen und Jonas Urbig, dazu Finn Jeltsch, Mika Baur, Said El Mala, Vitaly Janelt, Felix Keidel und Derry Scherhant.

Sechs Spieler aus dem ersten Kader bleiben vor Ort: Dahmen, Nico Schlotterbeck, Philipp Treu, Yannik Engelhardt, Bambasé Conté und Serge Gnabry - Klopp hat damit 25 Spieler zur Verfügung. Florian Wirtz und Jonathan Burkardt gehörten ursprünglich ebenfalls dem zweiten Kader an, wurden von Klopp aber aufgrund der Verletzungen von Jamal Musiala und Kai Havertz nach dem 1:1 in Amsterdam gegen die Niederlande bereits für Augsburg dazugeholt.

„Das war von vornherein so der Plan, dass wir einen großen Kader haben, dass wir einmal durchwechseln. Dementsprechend werde ich von zu Hause die Daumen drücken“, sagte Kimmich, der nun sein „Heimspiel“ in München verpassen wird. Ob Kimmich in der Arena sein wird, ließ er offen. „Ich weiß es noch nicht so genau“, sagte er und fuhr nach Hause - schweren Herzens.

Verwendete Quellen: ara/sid