„Er bleibt!“ Benfica-Boss trotzigBenfica kämpft um José Mourinho! Real-Wechsel soll verhindert werden

Jose Mourinho, head coach of SL Benfica, during the Primeira Liga match between GD Estoril Praia and SL Benfica at Estadio Antonio Coimbra da Mota in Estoril, Portugal, on May 16, 2026. (Photo by Valter Gouveia/NurPhoto)
José Mourinho ist angeblich auf dem Absprung aus Portugal.
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Bei Real Madrid herrscht nach einer erneut titellosen Saison Chaos und Ärger - José Mourinho soll das ändern. Der Startrainer könnte zu seinem Ex-Arbeitgeber zurückkehren. Sein Noch-Arbeitgeber jedoch besteht darauf, dass nichts fix ist. Viel Handhabe hat Benfica aber nicht.

Der portugiesische Fußball-Rekordmeister Benfica Lissabon will um José Mourinho kämpfen und einen Wechsel des Startrainers zurück zu Real Madrid mit aller Macht verhindern. „José Mourinho ist der Trainer von Benfica - solange nicht das Gegenteil bewiesen ist“, sagte Präsident Rui Costa dem TV-Sender RTP Notícias.

Allerdings gab der frühere Profi zu, dass es nun an Mourinho läge „zu entscheiden“, ob er das Angebot zur Verlängerung seines bis 2027 laufenden Vertrages annehme, das ihm Benfica in der vergangenen Woche unterbreitet hatte. „Was alles Übrige betrifft, so werde ich diese Woche mit den Benfica-Fans sprechen, um eine Bilanz der Saison zu ziehen“, ergänzte Costa.

Mourinho hat die Möglichkeit, in den zehn Tagen nach dem letzten Saisonspiel am vergangenen Samstag (3:1 bei GD Estoril Praia), aus seinem Vertrag auszusteigen. In diesem Fall würde eine Ablöse in Höhe von angeblich drei Millionen Euro fällig. Mourinho hatte nach dem Saisonabschluss mit Platz drei eingeräumt, dass Benfica ihm ein „hervorragendes Angebot“ unterbreitet habe. Gleichzeitig gestand er Gespräche zwischen seinem Berater Jorge Mendes und Real ein, das den 63-Jährigen nach einer chaotischen Saison gerne zurückholen würde.

Es sei jedoch ebenfalls richtig, dass er selbst bislang weder mit Real-Boss Florentino Pérez, „noch mit irgendjemandem aus der Vereinsführung gesprochen habe“, betonte Mourinho. „Aber ich bin nicht dumm ... zwischen dem Verein und Jorge bestehen Kontakte.“ Diese würden im Laufe dieser Woche „auch auf mich ausgeweitet werden“.

Eine Rückkehr nach Madrid sei aber nicht ausgemacht. „Es hängt vom Angebot ab. Es geht nicht um mehr oder weniger Euro, sondern vielmehr darum, was sie von mir erwarten - und ob ich in der Lage bin, das zu erfüllen, was sie vorschlagen, und dem von ihnen skizzierten Anforderungsprofil gerecht zu werden.“

Laut Transferexperte Fabrizio Romano aber sind sich Real und die Mourinho-Seite bereits einig geworden. Es stünden nur noch die Unterschriften unter einem Zwei-Jahres-Vertrag aus. Mourinho soll nach dem Spiel von Real Madrid gegen Bilbao nach Madrid reisen.

Bei Real herrscht Chaos, wieder ist es eine Saison ohne Titel. Präsident Pérez hielt eine Wutrede, Kylian Mbappé keilte gegen Trainer Alvaro Arbeloa. Der Nachfolger von Xabi Alonso sagte gar bereits, er wäre „glücklich“, wenn Mourinho ihn ersetzen würde.

Benfica soll sich bereits nach einem Nachfolger umschauen. Als Top-Kandidat gilt Marco Silva vom FC Fulham. Costa dementierte jedoch. „Habe ich über Marco Silva nachgedacht oder über irgendjemand anderen, sollte Mourinho gehen? Offensichtlich nicht!“ Noch sei Mourinho ja Trainer ...

Verwendete Quellen: ara/sid