Polizei in AlarmbereitschaftSkandal-Spiel droht erneut! Hertha und Dynamo hoffen auf Frieden

04.04.2026, Sachsen, Dresden: Fußball, Männer, 2. Bundesliga, Dynamo Dresden - Hertha BSC, 28. Spieltag, im Rudolf-Harbig-Stadion, Polizisten laufen während einer Spielunterbrechung im Stadion auf das Spielfeld. Foto: Sebastian Kahnert/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Im April krachte es gewaltig zwischen den Anhängern von Dynamo Dresden und Hertha BSC.
dpa

Das letzte Aufeinandertreffen wurde zu einem Skandalspiel: Dynamo Dresden gegen Hertha BSC, wieder das Flutlichtspiel am Samstagabend in der zweiten Liga. Bleibt es diesmal friedlich? Die Polizei warnt, Ultras boykottieren.

Die Verantwortlichen von Dynamo Dresden und Hertha BSC hoffen diesmal auf ein Flutlichtspiel in der 2. Fußball-Bundesliga ohne Ausschreitungen. Nach dem Skandalmatch im April, das nach einem Platzsturm sogar vor dem Abbruch gestanden hatte, kommt es an diesem Samstag um 20.30 Uhr (Sky und RTL und im Liveticker auf ntv.de) zum brisanten Wiedersehen. Die Partie ist als Hochrisikospiel eingestuft, entsprechend wird auch das Polizeiaufgebot sein.

Die Dresdner Polizei nehme, so teilte sie der „Sport Bild“ vor der Partie mit, „die Erfahrungen aus vergangenen Begegnungen und insbesondere die Ereignisse rund um das Spiel der Vorsaison sehr ernst“. Das Aufeinandertreffen sei in der Kategorie 1 eingestuft worden, bei derartigen Spielen werde „von einem hohen Sicherheitsrisiko ausgegangen“.

Heftige Randale im April

Beim Rückspiel der Vorsaison, das 1:0 für Hertha endete, waren Berliner Anhänger im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion wegen einer geklauten Blockfahne in den Innenraum eingedrungen, es kam zu Auseinandersetzungen mit Heimfans und Bengalos sowie Raketen wurden hin- und hergeschossen. Beide Trainer, Thomas Stamm von Dynamo und Stefan Leitl von Hertha, versicherten nun, dass die Vorfälle von damals keinen Einfluss auf die Vorbereitung gehabt hätten. Beide Vereine - zusammen wurden sie zu fast einer Viertelmillion Euro Strafe vom DFB-Sportgericht verurteilt - sind seitdem aber erst recht im Austausch.

Wegen einer teilweisen Sperrung des Gästeblocks sowie personalisierter Tickets haben Hertha-Ultras zum Boykott der Partie aufgerufen. Die Berliner Vereinsverantwortlichen rechnen mit 700 organisierten Fans, die nach Dresden reisen werden. Rund 29.000 Zuschauer werden insgesamt erwartet.

Sportlich könnten die Gegensätze aktuell kaum größer sein: Hertha gewann alle fünf Partien in dieser Saison und führt die Tabelle vor dem sechsten Spieltag an. Dynamo Dresden rangiert auf dem vorletzten Platz mit nur vier Punkten von möglichen 15.

Verwendete Quellen: dbe/dpa