Lars Ricken begeistert: „Macht ihn rein!“Dortmund feiert sein neues Supertalent: 18-Jähriger trifft traumhaft!

Ein Traumtor gegen Arsenal: Konstantinos Karetsas zeigt sofort, warum der BVB 33 Millionen für einen 18-Jährigen zahlt. Die Medien und die Dortmunder kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Auch zwei andere Teenager treffen.
Ein Sprint über das halbe Feld, ein Haken und dann ein Schlenzer mit links in den Winkel: Mit seinem Traumtor aus 16 Metern brachte Borussia Dortmunds neuer „Odysseus“ Konstantinos Karetsas gleich bei seinem Debüt 59.000 Zuschauer zum Staunen. Nur Lars Ricken hatte schon so etwas geahnt. „In solchen Situationen kannst du ihn nachts um drei Uhr wecken, dann macht er ihn rein“, sagte der Geschäftsführer Sport des BVB über den 18 Jahre alten Neuzugang.
Das „exzellente Tor“ (BBC) im Härtetest beim englischen Meister FC Arsenal (Endstand 3:2) war ein erster Vorgeschmack auf das, was Karetsas den Fans in der kommenden Saison zeigen will. Vor allem aber zeigte der Grieche, warum Dortmund bis zu 33 Millionen Euro für einen Spieler zahlt, der vergangene Saison für den KRC Genk kein einziges Tor in der belgischen Liga erzielt hatte.
Selbst die spanische Marca widmete Karetsas am Montag einen langen Text, das Tor hatte Eindruck hinterlassen. „Er ist erst 18 Jahre alt. Aber Konstantinos Karetsas ist der neue Odysseus, auf den sie so lange gewartet haben“, hieß es am Ende der gut 1000 Wörter umfassenden Lobeshymne. Die Quintessenz: Der Teenager könne Dortmunds „nächster griechischer Gott“ werden.
Kein Wunder, dass der BVB die Kirche lieber im Dorf lassen wollte. „Er braucht noch Zeit. Er ist körperlich noch nicht auf dem Niveau, auf dem wir ihn gerne hätten“, sagte Trainer Niko Kovac über den jüngsten Torschützen in der Geschichte der griechischen Nationalmannschaft. Aber auch Kovac gefiel natürlich, was er 45 Minuten lang gesehen hatte, nämlich dass „Kosta fußballerisch richtig gut ist“.
Beachtlich auch: Die übrigen BVB-Tore erzielten der ebenfalls erst 18 Jahre alte Samuele Inacio, der zuletzt für Italien debütiert hat, und der 19 Jahre alte Außenverteidiger Joane Gadou. „Natürlich ist es schön, wenn zwei 18-Jährige und ein 19-Jähriger die Tore schießen. Es funktioniert aber nur, wenn die Erfahrenen drumherum auch abliefern“, sagte Ricken.
Die meisten Fragen drehten sich aber um Karetsas, den zweitteuersten Zugang der Vereinsgeschichte. „Mir hat imponiert, wie wachsam Kosta nach fünf Tagen Training war, wie er am Spiel teilgenommen hat, wie ballsicher und mannschaftsdienlich er war. Die Halbzeit war auch für ihn extrem viel wert“, sagte Ricken weiter.
Karetsas selbst gab sich lieber bedeckt. Sein Torjubel fiel mit zwei erhobenen Zeigefingern eher zurückhaltend aus. Auch bei Instagram äußerte er sich nach dem Spiel nur kurz: „Glücklich über mein Debüt und Tor. Ich freue mich auf mehr“, stand da nur. Bemerkenswert: Eine der ersten Antworten kam ausgerechnet vom Gegner: Arsenals Neuzugang Christos Tzolis hinterließ zwei Herzchen für seinen Landsmann. Sollte Konstantinos Karetsas so weiter machen, dürften ihm davon bald noch viele mehr zufliegen.
Verwendete Quellen: dbe/sid



