Deal angeblich beschlossenFormel-1-Rennen in Ruanda ab 2030?

1993 raste die Formel 1 letztmals in Afrika. Nun soll eine Rückkehr näherrücken. Ruanda soll künftig einen Grand Prix ausrichten. Für Weltstar Lewis Hamilton wäre das ein Meilenstein.
Eine Rückkehr der Formel 1 nach Afrika soll näher rücken. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Ruanda angeblich den Zuschlag bekommen. Eine offizielle Verkündung des Deals für einen Grand Prix frühestens ab 2030 könnte schon in der kommenden Woche in der Hauptstadt Kigali erfolgen.
Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali hat mehrfach versichert, dass es sein „ganz klares Ziel“ sei, Afrika wieder in den Rennkalender zu integrieren. In Kyalami, nördlich von Johannesburg, ist die Motorsport-Königsklasse 1993 letztmals in Afrika gefahren.
Katar als Geldgeber
Südafrikas Sportminister Gayton McKenzie gratulierte Ruanda zu dem angeblichen Deal im Kurznachrichtendienst X: „Sie haben länger daran gearbeitet als SA und verdienen es.“
Ein Grand Prix im kleinen ostafrikanischen Land Ruanda würde im Distrikt Bugesera stattfinden, südlich der Hauptstadt Kigali. Dort entsteht der neue internationale Flughafen. Qatar Airways ist 60-prozentiger Anteilseigner und auch einer der Hauptsponsoren der Formel 1. Für Ruandas Präsident Paul Kagame wäre ein Formel-1-Rennen ein Riesenschritt, sein Land noch stärker in den internationalen Fokus zu rücken.
Für Formel-1-Superstar Lewis Hamilton würde ein Traum wahr werden. „Ruanda ist eines meiner liebsten Länder, in denen ich gewesen bin“, sagte der einzige schwarze Fahrer der Motorsport-Königsklasse in der Vergangenheit. Zu „100 Prozent“ sei die Zeit reif für einen Grand Prix in Afrika, versicherte der Ferrari-Pilot.
Kritische Menschenrechtslage
Weltweit bekannt wurde Ruanda durch eine Tragödie: Während des Völkermords radikaler Angehöriger der Volksgruppe der Hutu an den Tutsi und gemäßigten Hutu wurden 1994 innerhalb von 100 Tagen rund 800.000 Menschen oft brutal ermordet.
Menschenrechtler bewerten die Lage in dem Land weiter sehr kritisch. Von willkürlichen Inhaftierungen ist die Rede. Regierungsgegner würden verfolgt, auch andere Menschen sehen sich demnach Misshandlungen ausgesetzt.



