Ein Blick hinter die KulissenWarum sich „Zwischen Tüll und Tränen“-Star Jowita Gartzke selbst eine „Heulsuse” nennt

Jowita Gartzke liebt ihren Beruf!
Jowita Gartzke liebt ihren Beruf!
Jowita Gartzke privat

Zwischen Hameln und Stettin erlebt sie große Unterschiede.
Vor der Kamera begleitet sie Bräute auf dem Weg zum Traumkleid. Doch kaum jemand weiß: Neben ihrem Geschäft Palais Blanc in Hameln führt Jowita Gartzke auch eine Boutique mit demselben Namen im polnischen Stettin. Im RTL-Interview verrät sie, warum polnische Bräute ganz andere Wünsche haben – und weshalb sie sich selbst eine „Heulsuse“ nennt.

Vor der Kamera muss jeder Griff sitzen

Im Fernsehen wirkt eine Brautberatung oft ganz leicht. Tatsächlich steckt dahinter jede Menge Vorbereitung. Gerade bei den Dreharbeiten für „Zwischen Tüll und Tränen“ möchte Brautausstatterin Jowita Gartzke möglichst keine Kleider heraussuchen, die der Braut nicht stehen würden: „Man muss ja dann auch abliefern.“

Deshalb bereitet sie sich auf jede Fernsehbraut besonders intensiv vor. „Da versuche ich wirklich gar keine Fehlgriffe zu machen, sondern die Kleider rauszusuchen, bei denen ich denke: Wow, das wird richtig gut.“ Beim Dreh muss die Brautausstatterin abliefern, denn dort können aus Zeitgründen nicht ganz so viele Kleider anprobiert werden. Im normalen Verkauf geht es etwas entspannter zu – aber auch da möchte Jowita Gartzke natürlich das perfekte Kleid für die Braut finden.

Streaming Tipp

Polnische Bräute sind deutlich mutiger

Während sie in ihrem deutschen Geschäft Palais Blanc in Hameln viele Bräute aus dem ländlichen Raum berät, erlebt sie in ihrer Boutique Palais Blanc im polnischen Stettin ganz andere Wünsche. Die Stadt nahe der Grenze zu Deutschland (etwa 150 Kilometer von Berlin) zieht sowohl viele ostdeutsche Bräute an als auch mittlerweile einige polnische. Der Kleidergeschmack unterscheidet sich allerdings: „Die polnische Braut ist unheimlich trendorientiert.“ Gerade Social Media spiele in Polen eine viel größere Rolle. „Das Kleid muss dort auch eine Marke haben.“

Oft fragten die Kundinnen sogar nach Kleidern, die gerade erst auf den Laufstegen vorgestellt wurden. Deutsche Bräute beschreibt sie dagegen als etwas klassischer: „In Hameln sind sie noch ein bisschen ruhiger unterwegs.“ Das sei keineswegs besser oder schlechter – nur eben anders. Und gerade diese unterschiedlichen Anforderungen einer Braut an ihr Traumkleid machen für Jowita Gartzke den Reiz ihrer Arbeit aus.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Video-Tipp: Der perfekte Look für die freie Trauung

Jowita Gartzke: „Ich bin eine Heulsuse“

Bei aller Mode geht es für sie aber nie nur um Kleider. Hinter jeder Braut stecke eine persönliche Geschichte. Und die erfahrene Brautausstatterin sagt über sich selbst: „Ich bin eine Heulsuse.“ Sie geht sehr einfühlsam mit ihren Bräuten und ihren Geschichten um. „Ich merke schon, dass ich sehr innig bin mit den Bräuten. Das fühlt sich schon nicht mehr so wie Verkauf an, sondern es ist sehr freundschaftlich und familiär.” Das spüren auch die Zuschauer und lieben Jowita Gartzke genau dafür.

Besonders zwei Frauen haben sie tief bewegt. Eine Schwester wollte ihrer todkranken Schwester unbedingt noch einmal den Traum vom Brautkleid erfüllen. Eine andere Braut wollte ihren schwer kranken Verlobten noch vor dessen Tod heiraten. „Ich habe während der Anprobe auch geweint”, erzählt uns die Ausstatterin im Interview. Gerade diese Begegnungen hätten ihr auch noch einmal gezeigt, welche Bedeutung ein Brautkleid für viele Menschen habe.

Streaming Tipp

Jowita Gartzke sieht sich nicht als Promi

Durch „Zwischen Tüll und Tränen“ erkennen sie heute viele Menschen auf der Straße. Trotzdem fühlt sie sich bis heute nicht wie ein Promi. „Ich beschäftige mich wenig mit mir selbst.“ In erster Linie ist und bleibt sie Brautausstatterin. Am liebsten sei es ihr, wenn Zuschauer sie einfach freundlich ansprechen. Manchmal passiere das allerdings genau dann, wenn sie überhaupt nicht damit rechne.

Lese-Tipp: „Zwischen Tüll und Tränen“-Star Uwe Herrmann gibt Gesundheitsupdate

Sie erzählt von einer Begebenheit auf dem Weg von Stettin nach Hameln: „Ich war mit meinen fünf Hunden auf einer Raststätte unterwegs, völlig ungeschminkt. Meine Mutter war ebenfalls dabei. Und plötzlich merke ich, wie mich eine Frau anlächelt.” Sie hatte Jowita Gartzke offensichtlich erkannt. Sie freue sich, wenn Fans auf sie zukämen, sie ansprächen und um ein Foto bitten: „Ich bekomme so positives Feedback von ihnen.” Manche würden sogar nur die Sendung schauen, wenn sie wissen, dass Jowita dabei ist.

Vielleicht ist genau das das schönste Kompliment für die Brautausstatterin: Die Menschen kennen sie zwar aus dem Fernsehen – begegnen ihr aber, als würden sie eine gute Freundin treffen.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche