Bewegende „Sing meinen Song”-Nacht„Die schwersten drei Jahre meines Lebens” – Giovanni Zarrella gewährt bewegenden Einblick

Johannes Oerding (l.) und Giovanni Zarrella sitzen auf dem Sofa
Giovanni Zarrella blickt mit Gastgeber Johannes Oerding (l.) auf eine prägende Zeit seines Lebens zurück.
RTL / Markus Hertrich

Eigentlich wollte er feiern, stattdessen wird er still.
Bei „Sing meinen Song” reißen bei Giovanni Zarrella alte Wunden auf – und der Entertainer spricht offen über seine dunkelste Phase.

Forsters „Credo” trifft mitten ins Herz

Es ist seine Nacht bei „Sing meinen Song”, die „Notte Italiana”. Giovanni Zarrella freut sich auf die Interpretationen seiner Songs – doch dann kommt alles anders. Mark Forster überrascht ihn mit einer italienischen Version des Bro’Sis-Hits „I Believe”. „Ich habe den Song komplett übersetzt”, erklärt Forster vor seiner Performance von „Credo”. Was folgt, haut Zarrella komplett um. „Das war unglaublich!”, sagt er später – und man sieht ihm an, wie viel mehr dahintersteckt. Der Song katapultiert den Sänger und Entertainer plötzlich zurück in eine Zeit, die er nie vergessen wird.

Im Video: Mark Forster singt für Giovanni auf Italienisch

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„Was bin ich alleine noch wert?”

Nach dem Ende von Bro’Sis im Jahr 2005 beginnt für Giovanni Zarrella eine trostlose Phase. Der Erfolg ist weg, die Zukunft unklar.
„Was bin ich jetzt alleine noch wert?”, beschreibt er die Selbstzweifel, die ihn plagten. „Ich hatte immer das Gefühl, ich habe so einen Riesenstein im Nacken”, so der 48-Jährige. Ganze 14 Jahre dauert es, bis er sich künstlerisch wieder vollständig zurückkämpft und solo durchstartet. „Und die ersten drei Jahre waren die schwersten meines Lebens”, sagt er offen über die dunkle Zeit nach der Trennung der Castingband. Worte, die im Studio für Gänsehaut sorgen.

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Es braucht Menschen, die an einen glauben und einen lieben

Doch Giovanni Zarrella hat aus dieser Zeit auch viel für sich mitgenommen. Man muss sich bewegen, beharrlich und fleißig sein. Und das Wichtigste: „Dass man Menschen um sich haben muss, die an einen glauben und einen lieben. Und man muss ihnen sagen, wo man hin will. Damit sie einen daran erinnern, wenn man es selber nicht mehr kann”, so der Musiker. Gemeint sind damit seine Eltern, die ihn geprägt haben, und natürlich seine Frau Jana Ina, die er genau zum richtigen Zeitpunkt getroffen habe. „Wir hatten eine ähnliche Vision vom Leben”, erinnert sich Zarrella, der sich als Italo-Schwabe bezeichnet, an ihr Kennenlernen. Für ihn ist klar: Ohne dieses Umfeld hätte er den Neustart nicht geschafft.

Emotionales Pflaster für eine tiefe Wunde

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Am Ende zieht er ein bewegendes Fazit: „„Ich habe eine große, große Wertschätzung von euch bekommen. Das hat in mir ein Pflaster auf eine Wunde geklebt, die noch nicht ganz verheilt war”, so Zarrella. „Diese 14 Jahre, die zwischen den beiden Karrieren lagen - ich habe das Gefühl, die sind zusammengegangen.” Ein Fazit, das zeigt, warum „Sing meinen Song” viele so bewegt.

Giovanni Zarrella ist heute ein erfolgreicher Entertainer, begann seine Karriere aber Anfang der 2000er als Mitglied von Bro’Sis nach Popstars. Nach beruflichen Rückschlägen gelang ihm 2019 mit italienischen Versionen deutscher Hits ein Comeback, gefolgt von zwei Nummer-1-Alben und seiner eigenen ZDF-Show.

Verwendete Quellen: RTL+