Investoren-Aufruhr bei „Die Höhle der Löwen“250.000 für eine Mini-Beteiligung? Dieses Angebot macht die Löwen rasend

Eine Viertelmillion Euro – und dafür gerade einmal 2,5 Prozent der Firma!
Große Energie-Vision, kleine Beteiligung: Vier Gründer wollen mit HEIONTEC Strom aus Umgebungswärme gewinnen. Doch ihr Angebot sorgt bei den Löwen eher für Spannungen als für elektrisierte Begeisterung.

Wärme statt Batteriewechsel: Was steckt hinter HEIONTEC?

Heiontec
Herren, die gestandene Investoren aus der Fassung bringen können
VOX

Mit dieser selbstbewussten Forderung treten Andreas Heine (57), Anton Ledwon (66), Dr. Frank Schneider (44) und Waldemar Lewtschenko (61) bei „Die Höhle der Löwen“ an. Hinter ihrem Start-up HEIONTEC aus Siblin steckt eine ungewöhnliche Idee: Energiezellen sollen Umgebungswärme nutzen, um kleine Geräte mit Strom zu versorgen. Doch können die Gründer mit ihrer Vision auch ihr nicht sehr attraktives Angebot rechtfertigen?

Streaming-Tipp: Folge 5 von „Die Höhle der Löwen“ gibt es ab Montag, 28. September 2026, auf RTL+. VOX zeigt die Folge im TV eine Woche später, am Montag, 5. Oktober 2026, um 20.15 Uhr.

HEIONTEC verspricht Strom aus der Luft

Batterien wechseln oder aufwendig Kabel verlegen? Das soll für bestimmte Anwendungen künftig überflüssig werden. Im Mittelpunkt stehen Sensoren, wie sie beispielsweise in Industrieanlagen oder der Gebäudetechnik zum Einsatz kommen. Diese kleinen Messhelfer benötigen oft nur wenig Energie – und genau dort setzt HEIONTEC an. Das Ziel: eine langfristige Stromversorgung mit weniger Wartungsaufwand.

Dafür entwickeln die Gründer spezielle elektrochemische Zellen. Zwischen zwei Elektroden befindet sich ein eigens entwickelter Elektrolyt. Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht dieser einen Prozess, bei dem elektrische Energie bereitgestellt und die Zelle anschließend mithilfe von Umgebungswärme regeneriert wird. Klingt kompliziert? In der Höhle soll eine anschauliche Vorführung die Idee greifbar machen.

Zunächst zeigt ein Spannungsmessgerät, dass an der Zelle Spannung anliegt. Anschließend läuft eine Uhr, die nach Darstellung der Gründer ohne herkömmliche Batterie allein mit der Wärmeenergie auskommt.

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Eine laufende Uhr reicht den Löwen nicht

Doch zwischen einer Vorführung im Studio und einem marktreifen Produkt liegen einige entscheidende Fragen. Die Investoren nehmen den Entwicklungsstand unter die Lupe: Wie viel können die Zellen tatsächlich leisten? Welche Spannung und Stromstärke liefern sie bei welchen Temperaturen? Und wie wird aus der präsentierten Laborzelle ein Produkt für den Alltag?

Auch beim Geschäftsmodell haben die Gründer konkrete Vorstellungen: Sie wollen ihren speziellen Elektrolyten an Knopfzellen- und Sensorhersteller verkaufen. Hinzu kommen sollen Lizenzen für geschützte Anwendungen – von Uhren bis zur Industrie.

Überzeugen müssen sie damit Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen. Bei der angebotenen Beteiligung geht es schließlich rechnerisch um eine Unternehmensbewertung von zehn Millionen Euro nach dem Einstieg. Eine große Zahl für eine Technologie, zu der die Löwen noch einiges wissen wollen. Reicht die Vision, damit einer von ihnen zugreift?

Verwendete Quellen: VOX