Neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft: große Herausforderungen für NRWWirtschaft in NRW steht unter Druck - Industrie baut ab und Arbeitsplätze gehen verloren
Hohe Energiekosten, hartnäckige Inflation und jede Menge Bürokratie: Die Wirtschaft in NRW steht weiter unter Druck. Die Industrie produziert deutlich weniger als vor der Corona-Maßnahmenzeit. Monat für Monat gehen tausende Arbeitsplätze verloren. Die Unternehmensverbände schlagen Alarm – und fordern: Wirtschaft muss jetzt das Top-Thema vor der Landtagswahl sein.
Unternehmen aus Wuppertal kämpft mit hohen Energiepreisen
Damit es der Wirtschaft besser geht, muss an vielen Stellschrauben gedreht werden. Vera Bökenbrink ist Chefin des Werkzeugproduzenten „STAHLWILLE“ in Wuppertal mit rund 600 Mitarbeiten. Auch die sind zum Teil besorgt, denn die Industrie in NRW verliert pro Monat rund 3.000 Arbeitsplätze. Im Bergischen läuft es noch gut, trotzdem haben viele Mitarbeiter Angst, wenn sie immer wieder von neuen Einschlägen hören, erklärt Vera Bökenbrink. Aber auch diesem Betrieb setzten die hohen Energiepreise zu. Die sind auch Thema bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf am Montag (06.07.). Mit dabei ist der Präsident der „unternehmer nrw“ und der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft Hubertus Bardt. Zusammen stellen sie eine Studie vor. Sie zeigt, dass die Industrie in Nordrhein-Westfalen weiter im Krisenmodus steckt: Die Produktion liegt mehr als 20 Prozent unter dem Niveau vor der Corona-Maßnahmen-Zeit.
Im Video: Interview mit Arndt Kirchhoff („unternehmer nrw“)
Infrastruktur und Bürokratie bleiben Problemkindern
Gerade marode Straßen und Brücken bremsen die Wirtschaft aus. Genauso wie das Thema Bürokratie. Die Landesregierung hat versprochen, Bürokratie abzubauen. Gleichzeitig kommen aber auch neue Vorgaben dazu, wie das Tarifentgeldsicherungsgesetz gegen Dumpinglöhne. Für Unternehmer Arndt Kirchhoff ist das nur Symbolpolitik. Die zuständige NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) hat keine Zeit für ein Interview mit RTL WEST. Das kritisiert Christof Rasche von der NRW-FDP, denn die Pressekonferenz war schon lange terminiert. Dafür müsse sich eine Wirtschaftsministerin kurz Zeit nehmen, um den Unternehmen zu zeigen, dass sie auch Interesse an ihnen hat, findet der FDP-Politiker.































































