Probe der Katastrophenschutz-EinheitÜbung für den Ernstfall! Mehr als 300 Einsatzkräfte trainieren Chemieunfall in Köln
Menschen in Schutzanzügen, Dekontaminationszelte und Verletzte vor dem RheinEnergie-Stadion in Köln: Die Bilder wirkten am Mittwochvormittag (03.06.) dramatisch. Tatsächlich handelte es sich um eine groß angelegte Katastrophenschutz-Übung mit Einsatzkräften aus mehreren europäischen Ländern.
Gefahrstoff-Unfall wird simuliert
Das Szenario: Nach einer Explosion in einer Fabrik für Pflanzenschutzmittel zog eine gefährliche Chemiewolke zum Stadion. Menschen, Fahrzeuge und das Gelände galten als kontaminiert und mussten dekontaminiert werden. Einsatzkräfte brachten die Betroffenen in spezielle Zelte, wo sie gereinigt und medizinisch versorgt wurden.
Rettungskräfte trainieren Zusammenarbeit
An der Übung beteiligten sich Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk und Katastrophenschutz. Mehr als 300 Einsatzkräfte und 75 Fahrzeuge waren im Einsatz. Auch Verletzte wurden simuliert. Die Rettungskräfte mussten dabei entscheiden, welche Patienten sofort behandelt werden müssen und wer zunächst warten kann. „Man kann viel über Theorie reden“, sagte Ulrich Laschet von der Berufsfeuerwehr Köln. Solche Übungen würden die Abläufe im Einsatz sicherer machen.
Europa investiert Millionen
Die Übung ist Teil des europäischen Katastrophenschutzprogramms rescEU. Ziel ist der Aufbau mobiler Einheiten für den Einsatz bei chemischen, biologischen oder radioaktiven Gefahrenlagen. Allein in Deutschland, Spanien und Kroatien wurden dafür rund 85 Millionen Euro investiert. Bis September sollen die Einheiten vollständig einsatzbereit sein. Sie sollen künftig nicht nur bei Gefahrstoff-Unfällen, sondern auch bei Bränden helfen.

































