Hunderte Passagiere müssen zurück auf StartTechnikpanne am Flughafen Köln/Bonn - Scanner-Störung legt Sicherheitskontrolle lahm

von Niklas Bönsch

Zum Beginn des Karnevalswochenendes (13.02.) hat eine technische Störung die Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln/Bonn zeitweise lahmgelegt. Hunderte Reisende mussten den kontrollierten Bereich verlassen und erneut durch die Schleusen. Der Urlaubsstart wurde für viele zur Geduldsprobe.

Verdächtiges Gepäckstück löst Sicherheitskette aus

Auslöser des Einsatzes war eine Störung an neu installierten CT-Scannern für Handgepäck. Die Geräte sollen Flüssigkeiten und elektronische Geräte prüfen, ohne dass sie aus dem Gepäck genommen werden müssen. Einen Tag nach der Teil-Inbetriebnahme zeigte ein Monitor einen verdächtigen Gegenstand in einer Tasche an. Dennoch wurde das Gepäck nach ersten Erkenntnissen versehentlich an den Passagier ausgehändigt. Die Bundespolizei sperrte daraufhin die Sicherheitskontrollen.

Sicherheitsbereich geräumt – 800 Passagiere betroffen

Rund 800 Fluggäste mussten den bereits kontrollierten Bereich verlassen und mit ihrem Handgepäck erneut zur Kontrolle antreten. Für etwa zweieinhalb Stunden waren die Sicherheitsbereiche weitgehend dicht, während der Flugbetrieb selbst weiterlief. Landungen konnten planmäßig stattfinden, bei den Abflügen kam es zu Verzögerungen, etwa ein Dutzend Flüge war betroffen. Flughafensprecher Lukas Weinberger sprach von einer „höchst unangenehmen Situation“ und bat die Passagiere um Verständnis.

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Kapazität stark eingeschränkt – Technik vorerst vom Netz

Nachdem der Sicherheitsbereich wieder freigegeben war, blieben die Wartezeiten weiter lang. Zum einen mussten alle betroffenen Passagiere erneut kontrolliert werden, zum anderen waren die neuen Scanner vorläufig außer Betrieb. Laut Flughafen standen nur rund sechzig Prozent der üblichen Kontrollkapazität zur Verfügung, während Techniker an der Fehlerbehebung arbeiteten. Für viele Reisende, die dem Karnevalstrubel entfliehen wollten, zog sich der Start in den Kurzurlaub dadurch deutlich in die Länge.