Polizei prüft Verbindung zu weiteren TatenSchüsse auf Café in Kölner Südstadt – sechster Vorfall binnen eines Monats
Erneut sind in Köln Schüsse gefallen: Am Montagmorgen (31.08.) ist ein türkisches Café in der Südstadt beschossen worden. Die Polizei fand mehrere Einschusslöcher und Patronenhülsen. Verletzt wurde niemand. Nach RTL WEST Informationen ist es schon der sechste Vorfall dieser Art in Köln innerhalb weniger Wochen. Die Ermittler prüfen nun auch mögliche Zusammenhänge mit einem beschossenen Wohnhaus in Erftstadt.
Schüsse am frühen Morgen in der Südstadt
Gegen 07:30 Uhr wurde am Montag (31.08.) die Kölner Polizei alarmiert. Ein zunächst unbekannter Täter soll auf ein Café an der Bonner Straße geschossen haben. Als die Beamten eintrafen, entdeckten sie mehrere Einschusslöcher und stellten Patronenhülsen sicher. Tote oder Verletzte gab es nicht. Alexandra Schog arbeitet in der Nähe und bekam die Schüsse mit. Ihre erste Reaktion: die Kollegen in Sicherheit bringen. „Ich habe nur die Schüsse gehört und habe dafür gesorgt, dass meine Kollegen in Sicherheit kommen“, erzählt sie. In diesem Moment habe sie nicht wissen können, wohin der Täter als Nächstes schießen würde.
Mehrere Vorfälle innerhalb weniger Wochen
Der aktuelle Fall reiht sich in mehrere Vorfälle ein, die Köln in den vergangenen Wochen beschäftigt haben. Nach RTL WEST Informationen handelt es sich schon um den sechsten dieser Art. Anfang August eskalierte in Köln-Mülheim ein Streit zwischen zwei Roma-Großfamilien. Dabei fielen Schüsse, vier Menschen wurden verletzt. Wenige Tage später geriet ein Uhrengeschäft in der Kölner Innenstadt gleich zweimal ins Visier: Innerhalb von acht Tagen wurde an zwei unterschiedlichen Tagen auf das Geschäft geschossen. Mitte August feuerte zudem ein Mann aus einer Dachgeschosswohnung. Erst vor rund einer Woche wurde ein 41-Jähriger vor einem Lokal in Köln-Mülheim angeschossen. Ob zwischen den einzelnen Fällen Verbindungen bestehen, ist bislang nicht geklärt.
Auch Einfamilienhaus in Erftstadt beschossen
Ein weiterer Fall ereignete sich in der Nacht zu Sonntag (30.08.) in Erftstadt (Rhein-Erft-Kreis). Dort wurde auf ein Einfamilienhaus geschossen – offenbar von zwei Tätern. Bei dem Hauseigentümer soll es nach Angaben von Anwohnern um den Inhaber einer bekannten Fast-Food-Kette handeln. Oliver Huth, Landesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter in NRW, kennt solche Fälle. Hinter Schüssen auf Gebäude könnten unter anderem Konflikte im kriminellen Milieu oder Erpressungsversuche stecken. „Durch diese Anwendung von Schusswaffen soll signalisiert werden, dass Forderungen durchgesetzt werden“, erklärt Huth. Ob das auch auf die aktuellen Fälle zutrifft, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Polizei sucht dunkel gekleideten Mann
Die Polizei prüft nun insbesondere, ob die Schüsse auf das Haus in Erftstadt mit dem Angriff auf das Café in der Kölner Südstadt zusammenhängen könnten. Gleichzeitig läuft die Fahndung nach dem mutmaßlichen Schützen von der Bonner Straße. Gesucht wird ein dunkel gekleideter Mann mit Glatze, der zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß sein soll. Nach der Tat soll er zu Fuß geflüchtet sein. Die genauen Umstände der Tat sind unklar.






























