Verteidigungsminister informiert sich über LogistikPistorius besucht Bundeswehr in Unna

von Martin Breunig

Wie einsatzbereit ist die Bundeswehr, wenn es darauf ankommt? Das wollte am Dienstag (21.07.) Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius wissen. Bei seinem Besuch der Glückauf-Kaserne in Unna gab es neben Gesprächen mit den Soldaten eine Vorführung der Truppe.

Besuch in Unna: Pistorius informiert sich über Bundeswehr-Logistik

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat am Dienstag (21.07.) das Versorgungsbataillon 7 in der Glückauf-Kaserne in Unna besucht. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Logistik der Bundeswehr – ein Bereich, der für die Versorgung der Truppe und den Einsatz von Panzern und anderem Großgerät entscheidend ist. Pistorius verschaffte sich vor Ort einen Eindruck von der Arbeit der Einheit und testete unter anderem das unbemannte Transportfahrzeug „Gereon“. Der Roboter kann bis zu 500 Kilogramm Material transportieren und soll Einsätze sicherer machen, weil dabei keine Soldaten gefährdet werden.

Pistorius verteidigt Kurs der Bundeswehr

Zuletzt stand der Verteidigungsminister wegen mehrerer Probleme in seinem Ressort in der Kritik – unter anderem wegen Verzögerungen beim Wehrdienstgesetz, Schwierigkeiten bei einem Fregatten-Projekt und Materialproblemen bei neuen Funkgeräten. Trotzdem ist Pistorius weiterhin der beliebteste Politiker Deutschlands. In Unna verteidigte er die Ausrichtung der Bundeswehr und widersprach der Forderung, künftig vor allem auf Drohnen und Kampfroboter zu setzen. Moderne Technologien seien wichtig, könnten Panzer, Artillerie und Schützenpanzer aber nicht ersetzen. Trotz des positiven Signals für die Truppe machte Militärexperte Ralph Thiele deutlich, dass ein Besuch des Ministers allein die strukturellen Probleme der Bundeswehr nicht lösen werde. Nach knapp zwei Stunden verließ Pistorius die Kaserne wieder mit dem Hubschrauber.