Mehr als 1.000 Windeln in einer Minute„Pampers“-Werk in Euskirchen feiert 50-jähriges Jubiläum

In Euskirchen gibt es die weltweit größte „Pampers“-Produktion. Tausende Windeln werden dort in einer Minute hergestellt. 2026 feiert das Werk 50-jähriges Jubiläum.
 

 20 Materialien in einer Windel und ständige Qualitätskontrolle

Kein Stau, kaum Stillstand: Im „Pampers“-Werk in Euskirchen laufen die Bänder und Maschinen auf Hochtouren. Rund um die Uhr und an mehr als 350 Tagen im Jahr – alles für einen trockenen Po. Daran arbeiten rund 1.200 Mitarbeiter. Bevor die Produkte im Regal landen, müssen mehr als 20 Materialien zu einer Windel verarbeitet werden - darunter Vlies, Lotion und Gummibändchen. Roboter bringen die Rohstoffe an die sogenannte Linie. Vollautomatisiert und in Hochgeschwindigkeit werden die Pampers dann zusammengesetzt, geformt und zugeschnitten. In 80 Sekunden entstehen im Werk so viele Windeln, dass sie übereinandergestapelt die Höhe des Kölner Doms erreichen würden. Sensoren und Kameras überprüfen ständig die Qualität. Fehlerhafte Windeln werden direkt von der Maschine aussortiert. Da reicht schon eine kleine Falte, um nicht in der Packung zu landen. Aber auch manuell werden noch Tests durchgeführt, zum Beispiel für die Elastizität der Bündchen.

Victor Mills hat erste „Pampers“-Windel erfunden

Aber nicht nur Komfort ist wichtig, sondern auch die Saugkraft. Erreicht wird die durch den sogenannten Superabsorber. Er kann Flüssigkeiten aufnehmen und daraus ein Gel bilden. So kann im besten Fall nichts aus der Windel auslaufen. Das Sortiment hat sich über die Jahrzehnte immer weiterentwickelt. Die erste Einmalwindel hat übrigens der amerikanische Chemieingenieur Victor Mills 1956 erfunden. Er suchte nach einem einfacheren Weg, um seinen Enkel zu wickeln – die Geburtsstunde von Pampers. 1961 war Verkaufsstart in den USA, zwölf Jahre später in Deutschland. Daraufhin wurde auch das Pampers-Werk in Euskirchen gebaut. Es ist das Größte weltweit. Vor genau 50 Jahren war offizieller Produktionsstart.

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Werk in Euskirchen beliefert Läden weltweit

Das Werk wurde in der Vergangenheit modernisiert und erweitert. Fast 100 Millionen Euro wurden investiert - auch in hochmoderne Maschinen. Damit werden bis zu 3.500 Paletten in 24 Stunden verpackt. Im Warenausgang werden die fertigen Paletten in die Laster verladen. Von dort aus machen sich die Produkte auf den Weg in die Läden und zwar weltweit. Dort müssen sie sich gegen die Konkurrenz durchsetzen.