Erzieher warnen vor weniger Bildung und mehr BürokratieNeues Kinderbildungsgesetz in NRW stößt auf massive Kritik bei Kitas
Kitas in Nordrhein-Westfalen schlagen Alarm. Denn der Entwurf für das neue Kinderbildungsgesetz sorgt für heftige Kritik. Erzieher warnen vor weniger Bildung und mehr Bürokratie.
Kitas schlagen Alarm
Die Kindergärten in Nordrhein-Westfalen schlagen Alarm. Der neue Entwurf für das Kinderbildungsgesetz sorgt für massive Kritik. Erzieher befürchten, dass es noch mehr Bürokratie, dafür aber weniger Qualität geben würde.
Seit 26 Jahren arbeitet Alexandra Heiermann als Erzieherin in Bochum. Jetzt macht sie sich große Sorgen um die Kinder. Künftig sollen sie nur noch in sogenannten Kernzeiten von Fachkräften betreut werden. Für viele ist das nur Betreuung statt Bildung.
Ministerin verteidigt Reform
NRW-Familienministerin Josefine Paul (Grüne) verteidigt den Gesetzentwurf. Ergänzungskräfte sollen den Kita-Alltag flexibler machen. So sollen Erzieher entlastet werden. Kritiker sehen darin jedoch einen deutlichen Qualitätsverlust. Bei einer Betreuung von 45 Stunden würden nur noch 25 Stunden Fachkräfte eingesetzt. Die SPD spricht von einem Rückschritt für die frühkindliche Bildung, denn durch den Entwurf könnten Gruppen in den Kitas größer werden und den Druck auf das Personal weiter erhöhen.
Angst vor mehr Bürokratie
Auch Wohlfahrtsverbände warnen vor einer massiven Einschränkung der frühkindlichen Bildung. Der Entwurf bringe Verschlechterungen für Kinder und Personal. Erzieherinnen fürchten, dass sie dann noch weniger Zeit für die Kinder haben. Stattdessen wachse der Dokumentationsaufwand. Viele sprechen von einem Bürokratie-Monster. Die Landesregierung will kommende Woche über den Entwurf beraten.


































