Drei Monate Entlastung an der ZapfsäuleNeuer „Tankrabatt“ läuft seit Mitternacht! So viel sparen Autofahrer in NRW wirklich
Seit Donnerstag (01.10.) gilt der neue „Tankrabatt“: Benzin und Diesel sollen dadurch für drei Monate um rund 17 Cent pro Liter günstiger werden. Tatsächlich sind die Preise an vielen Tankstellen bereits deutlich gesunken. In Leverkusen kostete ein Liter Super E5 am Mittag neun Cent weniger als noch am Vortag. Bundesweit fiel der Rückgang teilweise noch deutlicher aus.
Spritpreise sinken schon in der Nacht
Bereits um Mitternacht gingen die Preise an vielen Tankstellen deutlich nach unten. Nach Angaben des ADAC kostete Super E10 am Donnerstagmorgen (01.10.) rund 14,5 Cent weniger als zum gleichen Zeitpunkt am Vortag. Bei Diesel betrug der Unterschied rund 15,2 Cent. Grund dafür ist eine Senkung der Energiesteuer. Insgesamt beträgt die Entlastung inklusive Mehrwertsteuer rund 16,7 Cent pro Liter. Sie gilt zunächst bis Ende Dezember. In Leverkusen war der komplette Rabatt am Mittag allerdings noch nicht angekommen. Ein Liter Super E5 kostete dort 2,38 Euro und damit neun Cent weniger als am Mittwoch. Nach Angaben der Mineralölbranche kann es noch einige Tage dauern, bis sich die niedrigeren Einkaufspreise vollständig an den Tankstellen bemerkbar machen.
Autofahrer hoffen auf dauerhafte Entlastung
Für viele Autofahrer kommt der Rabatt angesichts der zuletzt stark gestiegenen Spritpreise gelegen. Vor allem Pendler mit langen Arbeitswegen können über die kommenden drei Monate einige Euro sparen. Die Reaktionen an einer Tankstelle in Leverkusen fielen am Donnerstag aber gemischt aus. Einige Kunden begrüßten die Entlastung, andere halten 17 Cent pro Liter für zu wenig oder kritisieren die Maßnahme grundsätzlich. Hinzu kommt die Sorge, dass die Mineralölkonzerne die Preise in den kommenden Wochen wieder anheben könnten. Der ADAC sieht die Steuersenkung zum Start zumindest weitgehend bei den Verbrauchern angekommen. Kurz nach Mittag lagen die Preise bundesweit je nach Kraftstoffart durchschnittlich 14 bis 15 Cent unter denen des Vortages. Der Verkehrsclub fordert die Mineralölkonzerne auf, zeitnah die vollständige Entlastung weiterzugeben.
Durch den Tankrabatt kassiert der Staat rund 2,5 Milliarden Euro weniger
Verpflichtet sind Tankstellen und Mineralölkonzerne nicht dazu, die Steuersenkung eins zu eins an ihre Kunden weiterzugeben. Bereits beim vorherigen „Tankrabatt“ war deshalb darüber diskutiert worden, wie viel von der staatlichen Entlastung tatsächlich bei den Autofahrern ankommt. Durch die Maßnahme kassieren Bund und Länder insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro weniger. Für einen durchschnittlichen Autofahrer soll die Ersparnis über die drei Monate bei Benzin bei rund 34 Euro liegen. Kritiker halten den Tankrabatt dennoch für zu teuer und wenig zielgerichtet. Sie argumentieren, dass Vielfahrer und Menschen mit großen Autos besonders stark profitieren. Befürworter verweisen dagegen auf die Belastung für Pendler und Unternehmen durch die hohen Spritpreise. Wie viel der knapp 17 Cent am Ende tatsächlich bei den Autofahrern ankommt, dürfte sich erst in den kommenden Tagen und Wochen zeigen.

































