Rund vier Stunden lang Schließfächer geknacktMillionencoup in Gelsenkirchen - Innenminister Reul gibt Einblicke in Ermittlungen
Es war ein Diebstahl wie in einem Hollywood Blockbuster. Ende vergangenen Jahres brachen Unbekannte in den Tresorraum einer Sparkasse in Gelsenkirchen ein und räumten fast alle die Schließfächer aus. Sie machten eine Millionen-Beute und sind seitdem auf der Flucht. Am Dienstag (13.01.) hat es eine Sondersitzung des Innenausschusses im Düsseldorfer Landtag dazu gegeben. Beantragt hatte sie die SPD.
Millionen sind weg - hatten die Einbrecher Komplizen?
Mit Hochdruck fahndet die Polizei nach den Sparkasseneinbrechern. Ende Dezember räumte eine Gruppe rund 3.100 Schließfächer leer: Gold, Schmuck, Bargeld - alles weg. Der Schaden: offenbar mehr als 100 Millionen Euro. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bezog in einer Sondersitzung Stellung. Für den CDU-Politiker ist klar: Bei der Aufarbeitung durch 230 Beamte ist Geduld gefragt. Er erklärt: „Es gibt zu viele Fragen, die man nicht beantworten kann. ‚Warum waren die so gut vorbereitet? Warum wussten die genau, wo sie bohren? Warum wussten sie, wie sie da reinkommen? Warum wussten sie, dass man durch den Archivraum am schnellsten mit dem Bohrer durchkommt?‘”
Gruppe ging organisiert vor
Laut Ermittlern hebelten die Unbekannten innerhalb von mindestens vier Stunden fast alle Schließfächer auf - also rund alle 20 Sekunden eins. Nur die nicht vermieteten Schließfächer rührten die Täter nicht an. Mit chemischen Flüssigkeiten versuchten die Gruppe offenbar Spuren zu verwischen. Ein Parkticket zahlte ein Krimineller trotzdem.


































