Sommerfest der Film- und Medienstiftung NRW in KölnMillionen für Kino und TV – warum NRW Deutschlands Filmland Nummer eins bleibt

von Daria Semcov und Parviz Khosrawi

Wenn sich Schauspieler, Regisseure und Produzenten in Köln treffen, ist eines klar: Die Film- und Medienstiftung NRW hat eingeladen. Beim traditionellen Sommerfest der Branche wurde nicht nur gefeiert, sondern auch deutlich, welchen Stellenwert Nordrhein-Westfalen für die deutsche Film- und Fernsehlandschaft inzwischen hat. Ohne die Förderung aus NRW würden viele große Produktionen gar nicht erst entstehen.

Fest für die Macher hinter den Kulissen

Ob Schauspielstar, Regielegende oder Produzent: Beim Sommerfest der Film- und Medienstiftung NRW gab sich am Mittwochabend (17.06.) die deutsche Filmbranche die Klinke in die Hand. Viele Gäste wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig die Unterstützung aus Nordrhein-Westfalen ist. Schauspieler Christoph Maria Herbst erinnert sich an zahlreiche Projekte, die ohne die Förderung nicht möglich gewesen wären. Auch Annette Frier findet klare Worte: Die Filmstiftung stelle jedes Jahr erhebliche Mittel für kreative Projekte bereit – dafür könne man nur dankbar sein.

Filmförderung als Erfolgsmodell

Für Regisseur Sönke Wortmann gehört die Filmstiftung längst zu den wichtigsten Partnern der Branche. Schauspieler Henning Baum betont: Ohne dieses Instrument wäre die deutsche Filmkultur deutlich ärmer. Tatsächlich investierte die Film- und Medienstiftung NRW allein im vergangenen Jahr 38,2 Millionen Euro in Film-, Fernseh- und Medienprojekte.

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Hollywood-Stars drehen in Nordrhein-Westfalen

Wie international NRW inzwischen aufgestellt ist, zeigen die Kölner Produzenten Jonas Katzenstein und Maximilian Leo. Für ihre Produktionen konnten sie schon Weltstars wie Russell Crowe, Emma Thompson oder aktuell Kristen Stewart gewinnen. Ihr Film „Mother Mary“ mit Anne Hathaway in der Hauptrolle wurde komplett in Köln, Bonn und Wachtberg (Rhein-Sieg-Kreis) gedreht und von der Film- und Medienstiftung mit einer Million Euro unterstützt. Für die Produzenten ist klar: Die Kombination aus moderner Infrastruktur, erfahrenen Teams und starker Förderung macht NRW zu einem attraktiven Filmstandort.

Jeder Förder-Euro kommt mehrfach zurück

Die Investitionen zahlen sich nicht nur kulturell aus, sondern auch wirtschaftlich. So müssen Produktionen einen Großteil der Fördergelder wieder in Nordrhein-Westfalen ausgeben. Der sogenannte NRW-Effekt lag 2025 sogar bei 323 Prozent. Das bedeutet: Für jeden geförderten Euro investierten die Produktionsfirmen durchschnittlich 3,23 Euro im Land. Davon profitieren Filmstudios, Technikfirmen, Hotels, Gastronomie und viele weitere Branchen.

NRW bleibt Spitzenreiter im Fernsehen

Nicht nur im Kino spielt Nordrhein-Westfalen bundesweit eine führende Rolle. Aktuelle Zahlen zeigen: Rund die Hälfte aller produzierten TV-Sendeminuten in Deutschland entsteht inzwischen in NRW. Für Walid Nakschbandi, Geschäftsführer der Film- und Medienstiftung NRW, ist das ein Beleg für die Stärke des Standorts. „Wir stehen bundesweit an der Spitze“, sagt er stolz.

Hoch auf den Filmstandort NRW

Die Botschaft des Abends ist eindeutig: Nordrhein-Westfalen ist längst mehr als nur Kulisse. Mit Millioneninvestitionen, internationalen Produktionen und einer starken Kreativwirtschaft hat sich das Land zu einem der wichtigsten Film- und Fernsehstandorte Deutschlands entwickelt.