Pudel gegen MaulwurfMaulwurf-Invasion legt Pudelklub in Lüdenscheid lahm
Eigentlich dreht sich im Pudelklub BG Lüdenscheid alles um Hunde und Hundesport. Doch seit drei Monaten übernehmen dort andere Tiere das Kommando: Maulwürfe. Sie haben den Trainingsplatz in eine hügelige Landschaft verwandelt – mit Folgen für Zwei- und Vierbeiner, denn an Training ist derzeit kaum zu denken.
Wenn der Trainingsplatz zur Hügellandschaft wird
Wo sonst Hunde über die Wiese toben, ragen jetzt kleine Erdhügel aus dem Boden. Zahlreiche Maulwürfe haben sich unter dem Platz eingenistet und ganze Arbeit geleistet. Für die Tiere ist das ein idealer Lebensraum – für den Verein allerdings ein Problem, denn beim Hundesport zählt jeder sichere Schritt. Unebene Flächen erhöhen das Verletzungsrisiko, gerade wenn mehrere Hunde gleichzeitig trainieren oder freilaufen. „Wie schnell ist da ein Bein verdreht – das will man nicht“, sagt die Vorsitzende Petra Heese. Seit rund drei Monaten ruht deshalb der Trainingsbetrieb.
Gute Erde – schlechtes Timing
So ärgerlich die „Invasion“ sei, viele Maulwürfe gelten als Zeichen für einen gesunden Boden. Über die Wintermonate war der Platz kaum genutzt worden – beste Bedingungen für die unterirdischen Besucher. Maulwürfe graben dort, wo sie gute Lebensbedingungen finden – oft gemeinsam mit ihrem Nachwuchs. Offenbar hat der Trainingsplatz genau das geboten.
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Für den Verein heißt es nun anpacken. Mit Schaufel und Schubkarre sollen die Hügel in den kommenden Tagen eingeebnet und die Erde gleichmäßig verteilt werden. Chemische Mittel kommen nicht infrage – Maulwürfe stehen unter Naturschutz. Der traditionsreiche Klub, der in Lüdenscheid bald sein 50-jähriges Bestehen feiert und längst für alle Hunderassen offen ist, hofft auf eine natürliche Lösung: Wenn bald wieder regelmäßig Hunde über die Fläche rennen, suchen sich die tierischen Untermieter vielleicht von selbst ein ruhigeres Revier.

































