Start-up entwickelt Abwehrsystem Laser gegen Kamikaze-Drohnen: Firma aus Düsseldorf will fliegende Gefahr stoppen
Kleine Drohnen können zur großen Gefahr werden. Sie können Sprengstoff transportieren und gezielt Gebäude, Fahrzeuge oder Menschen angreifen. Ein Start-up aus Düsseldorf hat deshalb ein mobiles Lasersystem entwickelt, das Drohnen in mehreren Kilometern Entfernung vom Himmel holen soll.
Laser beschädigt Drohnen aus mehreren Kilometern Entfernung
Das System bündelt Laserenergie auf einer Fläche von etwa der Größe einer Ein-Euro-Münze. Damit soll eine Drohne so stark beschädigt werden, dass sie abstürzt. Bei der Zielverfolgung setzt das Düsseldorfer Unternehmen auf Künstliche Intelligenz. Die Entscheidung über einen möglichen Abschuss soll aber weiterhin ein Mensch treffen. Mehr als neun Millionen Euro von Investoren sind bereits in das Start-up geflossen.
Abwehrsystem passt auf eine Europalette
Drohnen können bereits mit Störsignalen, Netzen oder anderen Lasersystemen bekämpft werden. Die Düsseldorfer Entwickler setzen vor allem auf eine kompakte Bauweise. Das gesamte System ist etwa so groß wie eine Europalette. Dadurch könnte es auf Lastwagen, Pick-ups oder gepanzerten Fahrzeugen eingesetzt werden. Auch ein Betrieb als eigenständige Box ist möglich.
Einsatz in Deutschland rechtlich noch schwierig
Bevor die Technik beispielsweise deutsche Flughäfen schützen könnte, müssten allerdings rechtliche Fragen geklärt werden. Die Bundespolizeigewerkschaft fordert dafür schnelle Entscheidungen der Politik. Das Bundesinnenministerium erklärte auf Anfrage von RTL WEST, entscheidend sei eine „sichere und rechtssichere Integration“ solcher Technologien in die Drohnenabwehr. Zunächst soll das Düsseldorfer System in der Ukraine getestet werden. Im kommenden Jahr soll es marktreif sein und im niedrigen einstelligen Millionenbereich kosten.

































