Dreister Täuschungsversuch in KölnFalsche Feuerwehrleute überfallen Schmuck-Großhandel in Köln-Mülheim

Mit Feuerwehruniformen verschaffen sich zwei Männer am Freitag (12.06.) Zugang zu einem Schmuck- und Uhrengroßhandel in Köln-Mülheim. Sie geben vor, ein Gasleck überprüfen zu müssen. Doch hinter dem angeblichen Einsatz steckt ein Raubversuch. Die Täter flüchten schließlich ohne Beute. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen.

Täter geben sich als Feuerwehrleute aus

Der Vorfall ereignete sich am Freitagmittag (12.06.) in Köln-Mülheim. Nach Angaben der Polizei betraten zwei Männer in Feuerwehrkleidung einen Großhandel für Schmuck und Uhren. Sie behaupteten, im Auftrag der Kölner Feuerwehr ein mögliches Gasleck überprüfen zu müssen. Die Mitarbeiter des Unternehmens ließen die vermeintlichen Einsatzkräfte daraufhin in das Gebäude. Kurz darauf stellte sich jedoch heraus, dass es sich nicht um echte Feuerwehrleute handelte.

Mitarbeiterin festgehalten

Nach dem Betreten des Gebäudes hielten die Männer eine Mitarbeiterin fest. Zu einer Beute kam es nach bisherigen Erkenntnissen jedoch nicht. Die Täter flüchteten schließlich in Richtung Tiefentalstraße. Dabei sollen sie von einem dritten Mann unterstützt worden sein, der vor dem Gebäude Schmiere gestanden haben soll. Die festgehaltene Mitarbeiterin blieb bei dem Vorfall unverletzt.

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Feuerwehr warnt vor Betrugsmasche

Warum die Täter den Raub letztlich abbrachen, ist bislang unklar. Die Polizei nahm unmittelbar nach der Tat die Ermittlungen auf und befragte Zeugen im Umfeld des Tatorts. Für die Feuerwehr Köln ist der Fall besonders ärgerlich und könne ein schlechtes Licht auf die Einsatzkräfte werfen. Feuerwehrmann Ulrich Laschet rät deshalb zu Aufmerksamkeit und gesundem Misstrauen. Echte Feuerwehreinsätze seien in der Regel leicht zu erkennen. Einsatzkräfte würden fast nie allein auftreten und Feuerwehrfahrzeuge sind dabei eigentlich immer vor Ort. Außerdem tragen Feuerwehrleute die offiziellen Abzeichen und das Emblem ihrer jeweiligen Stadt auf der Uniform.

Polizei fahndet nach den Tätern

Die Polizei Köln ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Raubes. Die Tatverdächtigen sollen zwischen 35 und 40 Jahre alt sein. Weitere Informationen zu ihrer Identität liegen derzeit nicht vor. Die Ermittler hoffen jetzt auf Zeugenhinweise, die zur Aufklärung des Falls beitragen können. Feuerwehr und Polizei appellieren gleichzeitig an die Bevölkerung, bei ungewöhnlichen Einsatzsituationen aufmerksam zu bleiben und sich selbst zu fragen, ob denn überhaupt ein Notfall vorliegt.