Sozialdemokraten stellen Personalie vorJochen Ott wird SPD-Spitzenkandidat für die NRW-Landtagswahl 2027
Ob die Sozialdemokraten noch eine Zukunft haben, fragen sich derzeit viele. Einst regierte die SPD in NRW vier Jahrzehnte lang, auch mit absoluter Mehrheit. Inzwischen kommt sie in Umfragen nur noch auf höchstens 19 Prozent. Bis zur Landtagswahl 2027 bleibt also viel Arbeit. Um frühzeitig ein Signal zu setzen, hat die SPD am Freitag (23.01.) bereits ihren Spitzenkandidaten vorgestellt.
So tickt der SPD-Spitzenkandidat
Jochen Ott ist der neue Hoffnungsträger der NRW-SPD. Bei der Landtagswahl 2027 will er gegen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) antreten. Jochen Ott ist Kölner. Der dreifache Familienvater war Lehrer. Seit 2010 sitzt er im Parlament in Düsseldorf. 2015 wollte er Kölner Oberbürgermeister werden - ohne Erfolg. Auch einen Ministerposten bekam er nie, dafür hat ihn das Parteipräsidium einstimmig vorgeschlagen. NRW-Parteichefin Sarah Philipp geht leer aus. Bundessozialministerin Bärbel Bas aus Duisburg hatte vorab schon abgewunken als Spitzenkandidatin. Die Sozialdemokraten sind mit ihrer Entscheidung früh dran. Sie haben aber auch einiges aufzuholen. In Umfragen liegen sie bei 19 Prozent. Das sind sieben Prozentpunkte weniger im Vergleich zur Landtagswahl 2022. Politikwissenschaftler Norbert Kersting meint: Ott muss jetzt bekannter werden. Der Kölner ist für seine temperamentvolle Art bekannt anders als Hendrik Wüst.
Mit dieser Kampagne will die SPD wieder nach oben
Früher war die SPD als Arbeiterpartei bekannt. In NRW hatte sie sogar noch 1990 die absolute Mehrheit. Für ihre neue Kampagne arbeiten die Sozialdemokraten mit einer Agentur zusammen. Die half Olaf Scholz ins Kanzleramt. Klar ist: Scheitert die SPD, steht auch Jochen Otts Rolle als Oppositionsführer auf dem Spiel.


































