50 Haushalte ohne TrinkwasserWasserchaos in Wuppertal - geplatzte Rohre legen Haushalte lahm
Nudeln kochen ist sonst ein Kinderspiel – nicht aktuell. In der Küche von Monika Gloszczak muss improvisiert werden, Wasser ist rationiert. Seit 3 Uhr am Dienstagmorgen (10.03.) kommt aus dem Hahn kein Tropfen mehr. Grund dafür sind zwei geplatzte Wasserrohre in Wuppertal, die zunächst 50 Haushalte ohne Trinkwasser ließen.
Straßen teilweise wieder am Netz
Betroffen waren zunächst drei Straßen im Stadtteil Elberfeld. In der Weststraße konnte die Versorgung mit Trinkwasser nach ungefähr zwölf Stunden wiederhergestellt werden. Auch der Verkehr fließt dort wieder. In der Simonstraße dauern die Reparaturarbeiten weiter an, wie eine Sprecherin der Stadtwerke Wuppertal am Mittag erklärte. Die Versorgung mit Trinkwasser in den Gebäuden soll noch am Dienstag (10.03.) wiederhergestellt werden. Nach Polizeiangaben ist die Simonstraße vorerst gesperrt – die Sperrung könnte voraussichtlich noch mehrere Wochen bestehen bleiben. Auch Anwohner in einer dritten Straße waren betroffen, die am schnellsten wieder ans Netz angeschlossen werden konnte.
Tausende Liter Wasser laufen aus
Die Rohrbrüche führten dazu, dass tausende Liter Wasser auf die Straßen liefen. Die Fahrbahndecke hob sich, Keller liefen voll und auch Autos mussten entsprechend versetzt werden. Die Ursache für die beiden Wasserrohrbrüche am späten Montagabend (09.03.) ist noch unklar. Um die Notlage zu überbrücken, stellten die Stadtwerke mehrere Wassertanks und Standrohre auf, an denen sich Betroffene mit Trinkwasser versorgen können.
Großer Sanierungsbedarf
Das Abwassernetz in ganz Deutschland stammt teilweise noch aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und ist deshalb besonders anfällig für Risse und Löcher. Vorfälle wie dieser könnten sich in Zukunft häufen. Laut einer Studie muss die kommunale Wasserwirtschaft bis 2024 rund 800 Milliarden Euro investieren, damit Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung zuverlässig funktionieren. Der Preis ist hoch: Der Verband kommunaler Unternehmen rechnet damit, dass sich die Preise für Haushalte im Durchschnitt verdoppeln könnten.

































