Abschlussprüfung für die Arbeit bei den TotenFriedhofsgärtner mit Zukunft – Nachwuchs zeigt sein Können bei Landesgartenschau in Neuss
Ruhe, Pflanzen und viel Fingerspitzengefühl: Friedhofsgärtner sorgen dafür, dass Gräber gepflegt aussehen und Friedhöfe lebendige Orte bleiben. Wie in so vielen Berufen, fehlt auch in dieser Branche der Nachwuchs. Am Mittwoch (08.07.) mussten zwölf angehende Friedhofsgärtner bei ihrer Abschlussprüfung auf dem Gelände der Landesgartenschau in Neuss zeigen, was sie in den vergangenen drei Jahren gelernt haben.
Beruf zwischen Natur und Abschied
Für Tomke Lenzen ist die Arbeit mit Pflanzen mehr als nur ein Job. Der 23-Jährige hat seit seiner Kindheit einen grünen Daumen. Sein Einstieg kam über ein Praktikum in einer Gärtnerei – daraus wurde eine Ausbildung zum Friedhofsgärtner. Bei der Abschlussprüfung auf der Landesgartenschau in Neuss zählt vor allem eines: Genauigkeit. Am Ende müssen die angehenden Friedhofsgärtner zeigen, dass sie ein Händchen für Pflanzen haben.
Neun Hürden bis zum Abschluss
Neun Prüfungsbereiche müssen die Azubis meistern – vier in der Theorie und fünf in der Praxis. Das große Finale: die Gestaltung eines Grabes. Dabei wird vor allem darauf geachtet, dass die Planung sitzt, die Pflanzen richtig gesetzt werden und ein stimmiges Gesamtbild herrscht.
Nachwuchs dringend gesucht
Die gute Nachricht: Durchfallen ist eher die Ausnahme. Alle zwölf Prüflinge haben ihre Abschlussprüfung bestanden. Ein wichtiger Erfolg für eine Branche, die Nachwuchs braucht. Wie in vielen anderen Ausbildungsberufen fehlen auch im Friedhofsgartenbau Fachkräfte. Im dritten Jahr der Ausbildung sind rund 1.200 Euro möglich. Nach erfolgreichem Abschluss starten Gesellen mit etwa 3.000 Euro brutto. Weitere Steigerungen und Weiterbildungen sind möglich.

































