500 neue Jobs und ein starkes Signal für den WestenFressnapf eröffnet neues Logistikzentrum in Nörvenich – NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) weiht neuen Standort ein

von Jens Diestelkamp und Marc Sommer

Wer Haustiere hat, kennt die Marke für Tierbedarf. Nun setzt das Unternehmen ein starkes Zeichen in Nordrhein-Westfalen: In Nörvenich (Kreis Düren) wurde am Mittwoch (29.04.) ein neues Logistikzentrum eröffnet. Zur offiziellen Einweihung war auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) vor Ort. Mit dem neuen Standort sollen zunächst rund 500 neue Arbeitsplätze entstehen. Wüst erklärte bei seinem Besuch, dass er aktuell selbst keine Haustiere habe: „Das passt so richtig nicht in das Leben, das mein Job so mit sich bringt. Aber ich bin selber mit Hunden aufgewachsen und wer weiß, vielleicht ist das ja noch was für die Zukunft bei uns zu Hause. Aber ich nehme heute noch kein Hundefutter mit.”

Größtes Logistikzentrum der Unternehmensgeschichte

Das neue Zentrum in Nörvenich ist das bislang größte Logistikzentrum in der Geschichte des Unternehmens. Auf einer Fläche von rund 72.000 Quadratmetern – das entspricht etwa zehn Fußballfeldern – sollen künftig täglich bis zu 60.000 Paketsendungen bearbeitet werden. Insgesamt investierte das Unternehmen rund 80 Millionen Euro in den Bau. Von dort aus soll vor allem das europäische Versandgeschäft weiter ausgebaut werden. Bundesweit betreibt der Konzern fünf solcher Standorte, drei davon befinden sich in Nordrhein-Westfalen.

Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Deutschland

Gründer und Unternehmenschef Torsten Toeller betonte bei der Eröffnung die Bedeutung des Standorts Deutschland. Trotz Herausforderungen wie Bürokratie und Reformbedarf habe sich das Unternehmen bewusst für Deutschland entschieden. Nach Angaben des Unternehmens hätte das Logistikzentrum auch in Belgien oder den Niederlanden entstehen können. Stattdessen fiel die Entscheidung zugunsten NRWs – ein klares Signal für die Region und den heimischen Wirtschaftsstandort.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Nörvenich hofft auf nachhaltigen Aufschwung

Auch Bürgermeister Timo Czech (CDU) zeigte sich erfreut über die Ansiedlung. Viele Menschen aus der Gemeinde müssten bislang für ihre Arbeit pendeln. Mit dem neuen Großprojekt könne sich das nun ändern. Langfristig sollen am Standort sogar bis zu 800 Arbeitsplätze entstehen. Täglich werden rund 200 Lastwagen das Gelände anfahren. Für die Verantwortlichen bedeutet das neue Logistikzentrum in Nörvenich eines: neue Chancen, wirtschaftlichen Aufschwung und die Hoffnung auf eine starke Zukunft als Jobmotor im Rheinischen Revier.