Wenn ein Grill zur Grundsatzfrage wirdWeltpremiere von „Extrawurst“ – neue Komödie mit Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst

von Parviz Khosrawi und Daria Semcov

Zitternde Promis, eisige Temperaturen und jede Menge Humor: In Essen feiert die neue Komödie „Extrawurst“ Weltpremiere. Auf dem roten Teppich wurde gefroren – im Kinosaal dafür umso mehr gelacht. Der Film nimmt Vorurteile, Moralfragen und verletzte Egos aufs Korn. Und beweist: Schon ein Grill kann reichen um zu spalten.

Ein echtes WURST-Case-Szenario

Selten haben Promis auf dem roten Teppich so gefroren wie bei der Weltpremiere von „Extrawurst“ in der Essener Lichtburg. Doch das bibbernde Warten lohnte sich: Die neue Komödie serviert pointierten Humor – und das wortwörtlich rund um die Wurst. Im Zentrum der Geschichte steht ein Tennisclub. Es soll nur ein neuer Grill angeschafft werden - reine Formsache, könnte man meinen. Doch der Vorschlag eines Mitglieds bringt die Vereinsmitglieder an den Rand der Verzweiflung und entfacht eine hitzige Debatte über Rücksicht, Moral und gesellschaftliche Empfindlichkeiten.

Bälle, Befindlichkeiten und blaue Flecken

Neben verletzten Egos bleiben auch körperliche Spuren nicht aus. Hape Kerkeling, der nach zehn Jahren wieder auf der Kinoleinwand zu sehen ist, erinnert sich mit Humor – und leichter genervt: „Ich hab ständig irgendwelche Bälle an den Kopf gekriegt. Die fanden das wirklich witzig – ich überhaupt nicht.“ Ein Tennisclub als Spiegel der Gesellschaft: Vorurteile prallen aufeinander, Missverständnisse eskalieren und aus einem Grill wird plötzlich eine Grundsatzfrage.

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Woke, Würste und Weltanschauungen

„Extrawurst“ wirft einen satirischen Blick auf die sogenannte Woke-Debatte. Für die einen Ausdruck von Gerechtigkeit und Sensibilität, für die anderen nerviger Moralzeigefinger. Der Film nimmt beide Seiten aufs Korn – ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit klarer Haltung. Christoph Maria Herbst bringt es auf den Punkt: „Man sollte den gesunden Menschenverstand mal aus dem Keller holen und erst bis fünf zählen, bevor man etwas sagt.“ Sein Plädoyer: mehr Gelassenheit – und eine deutlich längere Lunte.

NRW-Produktion mit Herz und Humor

Gefördert wurde das Projekt von der Film- und Medienstiftung NRW mit 760.000 Euro. Gedreht wurde komplett in Nordrhein-Westfalen – die Weltpremiere in Essen ist also kein Zufall. Hinter den Kulissen wurde viel gelacht, aber auch hart gearbeitet

.Hape Kerkeling erinnert sich an intensive Dreharbeiten: „Wir hatten manchmal ellenlange Szenen – eine haben wir eine ganze Woche gedreht. Aber man konnte sich auf jeden Kollegen hundertprozentig verlassen.“ Auch Friedrich Mücke schwärmt: „Das war ein großes Fressen. Ich wollte jeden Tag gerne zum Set – und es hätte noch dreimal so lange gehen können.“

Kinostart am 15. Januar

Wenn ihr jetzt Lust auf Extrawurst bekommen habt: der Film läuft ab dem 15. Januar 2026 im Kino.