Leinen los für die „NOVA“Elektro-Schiff „NOVA“ soll autonom über den Rhein fahren

von Julia Haiminger

Ein Schiff, das ganz ohne Besatzung über den Rhein fährt – das könnte künftig Realität werden. Der Elektro-Katamaran „NOVA“ soll zeigen, wie autonomes Fahren in der Binnenschifffahrt funktionieren kann. Das Forschungsprojekt der Universität Duisburg-Essen führt den Katamaran von Düsseldorf aus Richtung Rotterdam.

Elektro-Katamaran fährt Richtung Rotterdam

Die „NOVA“ ist ein schwimmendes Forschungslabor der Universität Duisburg-Essen. Der Elektro-Katamaran wird mit Solarenergie und Batterien angetrieben und soll unter realen Bedingungen testen, wie Schiffe künftig automatisch über den Rhein fahren können. Das Schiff kann schon von einem anderen Standort aus ferngesteuert werden. In den kommenden Monaten sollen weitere Funktionen für das autonome Fahren hinzukommen.

Sensoren sollen Hindernisse erkennen

Damit die „NOVA“ irgendwann selbstständig navigieren kann, muss sie ihre Umgebung ständig im Blick behalten. Dafür sind verschiedene Sensoren an Bord, die Hindernisse erkennen und die Daten für das autonome Fahren liefern sollen. Rund zwei Jahre wurde an dem Katamaran gearbeitet. Die Entwicklung kostete mehr als eine Million Euro und wurde mit öffentlichen Mitteln finanziert.

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Autonomes Fahren gegen den Fachkräftemangel

Neben der technischen Entwicklung steht auch der Personalmangel in der Binnenschifffahrt im Fokus. Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, ausreichend Fachkräfte zu finden. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) sieht deshalb im autonomen Fahren eine Möglichkeit, den Transport auf dem Wasser künftig auch mit weniger Personal zu ermöglichen.

„NOVA“ auf dem Weg nach Rotterdam

Nach dem Start in Düsseldorf geht es für die „NOVA“ auf dem Rhein Richtung Rotterdam. Dort soll sich der Forschungs-Katamaran Anfang September bei den Welthafentagen präsentieren. Die Tests sollen zeigen, welche Rolle autonom fahrende Schiffe künftig auf den Wasserstraßen spielen könnten.