Frisch gekochte Mahlzeiten für kleines GeldEintopf gegen Einsamkeit! Rentner kocht für ältere Menschen in Steinfurt
Eine warme, frisch gekochte Mahlzeit am Tag – für viele selbstverständlich. Doch gerade ältere Menschen haben oft Schwierigkeiten, regelmäßig zu kochen. Manche schaffen es körperlich nicht mehr, anderen fehlt das Geld oder die Motivation, allein für sich zu kochen. Ein Rentner aus Steinfurt will genau dort helfen – mit einer Suppenküche für Senioren.
Ein Rentner, der nicht stillsitzen kann
Viele Menschen genießen ihre Rente ruhig. Für Klaus Wellmeier ist das keine Option. Der 69-Jährige war früher Koch bei der Bundeswehr – und Bewegung gehört für ihn schon immer zum Alltag. Im November 2025 hat er deshalb seine eigene Suppenküche eröffnet. Zweimal pro Woche kocht er dort frische Mahlzeiten für Senioren. Für maximal 5,20 Euro gibt es Suppe oder Eintopf – meist deftige westfälische Küche. Bis zu 50 Portionen gehen dabei über die Theke.
Ein Angebot, das gut ankommt
Das Konzept trifft einen Nerv. Viele Besucher kommen regelmäßig vorbei. Einige haben früher nie selbst gekocht, andere finden es allein zu Hause einfach zu aufwendig. Für manche ist die Suppenküche mehr als nur eine günstige Mahlzeit. Sie ist auch ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen – gerade für ältere Menschen, die oft allein leben.
Viel Herz – und viel Eigeninitiative
Finanziert wird das Angebot größtenteils durch Spenden. Trotzdem haben Klaus Wellmeier und seine Frau Sabine schon rund 20.000 Euro aus eigener Tasche investiert. Für die beiden ist das gut angelegtes Geld – auch weil sie sich damit einen lang gehegten Traum erfüllen. Schon früher wollten sie gemeinsam ein Restaurant eröffnen. Mit der Suppenküche ist dieser Wunsch nun auf eine eigene Weise Wirklichkeit geworden.
Mehr als nur Essen
Der Bedarf für solche Angebote ist groß. Viele ältere Menschen leben allein und kämpfen mit steigenden Lebenshaltungskosten. Gleichzeitig fehlt es oft an Orten, an denen sie sich treffen können. Genau deshalb plant Klaus Wellmeier schon den nächsten Schritt: einen Begegnungsraum. Dort sollen Senioren künftig gemeinsam essen, sich austauschen – und vielleicht auch mal zusammen Kaffee trinken. In der Suppenküche von Klaus Wellmeier geht es um mehr als nur eine warme Mahlzeit. Es geht um Gemeinschaft.

































