Massive Vorwürfe und schlechte BewertungenKein Halal-Fleisch - Rassismusvorwürfe gegen Restaurantbesitzer in Dorsten
In Dorsten sorgt gerade ein kleiner Burgerladen für eine große Debatte: In dem Restaurant gibt es kein Halal-Fleisch – weil dem Betreiber das Tierwohl wichtiger ist. Daraufhin gibts im Netz einen Shitstorm: mit massiven Vorwürfen und schlechten Bewertungen.
Angst ums Geschäft
Seit 2019 betreibt Louis Windeck ein Burger-Restaurant in Dorsten. In seinem Team arbeiten Ukrainer, Iraker und Syrer. Dass er Rassist genannt wird, ist für den 43-Jährigen unbegreiflich. Er hat sogar Angst, dass wegen der Vorwürfe die Gäste ausbleiben könnten. Angefangen hat alles mit einem Video im Netz. Darin erklärte er seinen Followern auf Nachfrage, dass er kein Halal-Fleisch anbietet. In den Kommentaren wurde er persönlich beleidigt und Rassist genannt.
Tierwohl im Fokus
Halal steht im Islam für erlaubte Speisen nach bestimmten religiösen Regeln. Dazu gehört zum Beispiel, dass Muslime kein Schweinefleisch essen dürfen. Besonders die Vorschriften zur Schlachtung stehen immer wieder in der Kritik: Die Tiere werden mit einem Schnitt am Hals getötet und müssen ausbluten. Genau das will Louis Windeck nicht. Für ihn stehen das Tierwohl und die Fleischqualität im Vordergrund. Das sogenannte Schächten, also das Töten von Tieren ohne Betäubung, ist traditionelle halal Vorschrift. In Deutschland ist das laut Tierschutzgesetz verboten. In dem Fall darf unter Auflagen betäubt werden.
Nicht alle sind gegen ihn
Durch die Diskussion hat Louis Windeck jetzt Angst vor noch mehr Spaltung. Trotz aller Beleidigungen erfährt der Gastronom auch viel Zuspruch. Seinen Prinzipien will er jedenfalls treu bleiben.

































