22 Stunden bei MinusgradenDieb verschanzt sich stundelang auf Dach – SEK beendet Aktion in Solingen

von Bastian Breitenbach und Martin Breunig

Knapp 22 Stunden saß ein Mann in Solingen auf einem schneebedeckten Dach. Die Situation war brenzlig, denn es war eiskalt und glatt.

22 Stunden auf dem Dach

Langsam verließen dem Mann auf dem Dach in Solingen wohl die Kräfte. Runter vom Autohaus wollte er trotzdem nicht. Sogar ein Spezialeinsatzkommando war vor Ort. Die Polizei sperrte die Straßen rund um das Autohaus. Die Feuerwehr versuchte mit Spezialisten, den 35-Jährigen zu überreden, endlich aufzugeben - zunächst ohne Erfolg.

Zeuge meldete Diebstahl

Für die Polizei begann alles mit einem Einsatz wegen eines versuchten Fahrraddiebstahls. Als die Beamten den Mann auf frischer Tat ertappten, floh er auf das Dach in Solingen. 22 Stunden war der Mann bei teilweise minus zwei Grad dann oben. Die Aktion war lebensgefährlich, denn das Dach ist leicht schräg, die Fläche vereist. Eine falsche Bewegung und der Fahrraddieb wäre in die Tiefe gestürzt.

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Spezialeinsatzkräfte retteten den Mann

Alle Gespräche von Verhandlungsspezialisten der Polizei mit dem Dachbesetzer scheiterten. Die Feuerwehr hielt ein Sprungkissen bereit, falls er plötzlich springen sollte. Am Dienstagmittag (06.01.) konnten die Spezialkräfte den Mann dann überwältigen. In Sekundenschnelle zogen sie ihn von den Beinen. Aber warum hat sich der Mann fast 22 Stunden verschanzt? Und das nur wegen eines Fahrrads? Das müssen die Ermittler jetzt klären. Schließlich werden bei versuchtem Diebstahl meistens nur Geldstrafen verhängt. Wie hoch die Kosten des Einsatzes sind und ob der wohl bei der Polizei bereits bekannte Dach-Mann diese übernehmen muss, steht noch nicht fest.