Olympia-Traum beginnt in NRWDeutschlands Flag-Football-Teams greifen in Düsseldorf an

Weniger Spieler, kleineres Feld und deutlich weniger Körperkontakt: Flag Football ist die kontaktärmere Variante des American Football – und ab 2028 sogar olympisch. In Düsseldorf treffen jetzt Nationalmannschaften aus aller Welt aufeinander. Für die deutschen Frauen und Männer geht es dabei auch um ihren großen Traum: Olympia in Los Angeles.

So funktioniert Flag Football

Auf den ersten Blick erinnert vieles an American Football. Es gibt allerdings entscheidende Unterschiede. „Wir sind weniger Leute auf dem Feld, das Feld ist kleiner und es gibt nicht so viel Peng“, fasst Nationalspieler Fabian Achenbach die Regeln zusammen. Beim Flag Football stehen sich zwei Teams mit jeweils fünf Spielern gegenüber. Ziel ist es, den Ball durch Pässe oder Läufe in die gegnerische Endzone zu bringen und so einen Touchdown zu erzielen. Der größte Unterschied: Tacklings gibt es nicht. Statt einen Gegenspieler zu Boden zu bringen, versuchen die Verteidiger, ihm eine sogenannte Flag von der Hüfte zu ziehen. Gelingt das, ist der Spielzug beendet. Dadurch gibt es deutlich weniger Körperkontakt als beim klassischen American Football.

Internationale Flag-Football-Elite trifft sich in Düsseldorf

Schon beim Media Day vor dem Turnier herrscht internationale Stimmung. Teams aus zahlreichen Ländern bereiten sich auf den Wettkampf vor – für einige geht es um deutlich mehr als nur den nächsten Sieg. Seit feststeht, dass Flag Football bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles erstmals zum Programm gehört, hat der Sport noch einmal an Bedeutung gewonnen. Auch die deutschen Nationalmannschaften wollen sich langfristig für Olympia empfehlen.

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Deutschland startet gegen Mexiko

Zum Auftakt wartet auf beide deutschen Teams direkt ein harter Gegner: Mexiko. Bei den Frauen geht es gegen die aktuelle Nummer eins der Weltrangliste. Auch für die deutschen Männer wird die Begegnung besonders. Ihr Trainer Said Salazar Déciga ist selbst Mexikaner. Die Partie gegen sein Heimatland sei deshalb emotional, sagt er. Trotzdem müsse die Mannschaft genau diese Emotionen ausblenden: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Morgen geht es nur um den Flow, Mexikos Dominanz zu brechen und unser Ding durchzuziehen.“ Die mexikanischen Frauen reisen ebenfalls mit großen Ambitionen nach Düsseldorf. Spielführerin Silvia Contreras gibt die Marschrichtung vor: Von Beginn an Vollgas geben und nicht erst in der zweiten Halbzeit aufdrehen.

Olympia 2028 bleibt der große Traum

Die deutschen Mannschaften gehen bei dem internationalen Turnier eher als Außenseiter an den Start. Ein Platz unter den besten acht Teams ist das erklärte Ziel. Langfristig richtet sich der Blick aber bereits nach Los Angeles: Dort wird Flag Football 2028 erstmals olympisch. Die WM startet am Donnerstagmorgen in Düsseldorf. Sowohl für die deutschen Frauen als auch für die Männer geht’s gegen Mexiko ins Turnier. Zum Auftakt ist der Eintritt kostenlos, am Sonntag gibt es Tickets ab fünf Euro.