Sonne, Strand und sensible DatenDatenschutzbericht 2025 - Neuer Beschwerde-Rekord

von Stefan Efferth

Sommer, Sonne, Strand – und plötzlich spielt auch der Datenschutz eine Rolle. Was nach unbeschwertem Urlaub klingt, kann schnell zum Streitfall werden. Bettina Gayk, die NRW-Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, zeigte am Freitag (17.04.), wie nah Erholung und persönliche Rechte beieinander liegen.

Unerwünschte Kamera am Strand

Und zwar bei diesem Fall: Urlauber werden beim Baden gefilmt – und die Aufnahmen später für Werbung genutzt. Ohne Einwilligung. Viele Betroffene beschweren sich. Für die Datenschutzbehörde ist das kein Einzelfall. 2025 erreichte die Zahl der Eingaben einen Höchststand: 18.062 Beschwerden, ein Anstieg von über 67 Prozent. Für die Datenschutzbeauftragte zeigt das, wie wichtig den Menschen der Schutz ihrer Daten ist. Auch politisch wird das betont: Datenschutz ist ein zentraler Bestandteil des Rechtsstaats.

Neue Technik, neue Risiken

Umstritten ist der Einsatz von KI in der Polizeiarbeit, etwa durch Systeme wie „Palantir Gotham“. Sie verknüpfen große Datenmengen – auch von unbeteiligten Personen. Datenschützer fordern hier klare Grenzen und strengere Regeln. Der Bericht macht deutlich: Mit neuen Technologien wachsen auch die Herausforderungen. Datenschutz bleibt ein Balanceakt – zwischen Sicherheit und dem Schutz der Grundrechte.

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Gefahr durch Künstliche Intelligenz

Gayk betont, dass Grundrechte auch im Zuge neuer Technologien konsequent geschützt werden müssen. Vor allem Künstliche Intelligenz stelle die Gesetzgebung vor neue Aufgaben. Deshalb sei es notwendig, klare und präzisere Regeln für den Einsatz und das Training von KI-Systemen zu schaffen. Sie fügte hinzu: „Wir müssen lästig sein, um die Freiheitsgrundrechte zu schützen.“