Brauereien in NRW machen gemeinsame SacheBier der Zukunft - so soll der Gerstensaft günstiger produziert werden
Bierbrauen braucht viel Energie, Wasser und Rohstoffe – und all das ist in den vergangenen Jahren teurer geworden. Gleichzeitig geht der Bierabsatz zurück. Mehrere Brauereien aus NRW haben deshalb gemeinsam untersucht, wie sich bei der Produktion Ressourcen und langfristig auch Kosten sparen lassen.
Konkurrenten suchen gemeinsam nach Sparpotenzial
Drei Jahre lang haben sich Brauereien im Projekt „Brauerei der Zukunft“ ausgetauscht und ihre Produktionsabläufe untersucht. Dabei ging es unter anderem darum, weniger Strom, Wärme und Wasser zu verbrauchen. Die Bochumer Privatbrauerei Moritz Fiege setzt beispielsweise auf eine neue Flaschenreinigungsanlage, die weniger Gas, Strom und Wasser benötigt als ihr Vorgänger. Andere Betriebe haben unter anderem Photovoltaikanlagen oder Blockheizkraftwerke installiert und ihren Wasserverbrauch reduziert.
Weg von teurem Erdgas
Hinter dem Projekt stehen Brauereien aus NRW gemeinsam mit NRW.Energy4Climate und der Effizienz-Agentur NRW. Neben einem geringeren Energieverbrauch geht es darum, Alternativen zu fossilen Energieträgern zu finden. Sonnen- und Windenergie oder Geothermie könnten Brauereien unabhängiger von Erdgas und dessen Preisschwankungen machen. Besonders kleine und mittelständische Betriebe sollen von den Erkenntnissen profitieren.
Ergebnisse stehen auch anderen Brauereien zur Verfügung
Der Handlungsdruck auf die Branche ist groß: Der Bierabsatz ist seit Jahren rückläufig, während gleichzeitig viele Kosten gestiegen sind. Investitionen in effizientere Technik können deshalb nicht nur Ressourcen schonen, sondern langfristig auch die Produktionskosten senken. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen nicht nur bei den beteiligten Unternehmen bleiben.

































