Experten manövrieren sie durch die InnenstadtTausende Tonnen schwere Sternbrücke rollt durch Hamburg

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Die neue Sternbrücke ist 108 Meter lang und 21 Meter breit.
IMAGO/BREUEL-BILD
von Nicole Ide und Luisa Wiewgorra

Es ist DAS Ereignis in der Nachbarschaft!
Viele Schaulustige kommen zur Max-Brauer-Allee, um sich anzuschauen, wie die Sternbrücke in Hamburg an den richtigen Platz gebracht wird. Nach etwa 100 Jahren Betriebszeit ist die Brücke in die Jahre gekommen. Der Transport ist jedoch keine leichte Sache - im wahrsten Sinne des Wortes.

1.088 Räder im Einsatz

Zur Bewegung der Brücke wurden 48 selbstfahrende Modultransporter (SPMT) eingesetzt. Am Mittwoch (29. Juli) verließ die Sternbrücke bereits ihren Montageplatz auf der Brammerfläche. Dann wurde sie seitwärts etwa 50 Meter weiter auf die Max-Brauer-Allee verschoben. „Dafür waren 1.088 Räder im Einsatz und die Arbeiten wurden präzise vorbereitet”, sagt DB InfraGO-Projektleiterin Janna Widmaier im RTL-Interview. „Es ist alles gut gelaufen. Ich freue mich sehr, dass das so ein erfolgreicher erster Versuch war.” Die Brücke sollte dann noch auf ihre Montagehöhe von sechs Metern angehoben werden, ein Prozess, der bis zu acht Stunden dauern kann.

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86 Bäume für Transport gefällt

Für den Transport war eine gute Vorbereitung nötig: Die Straße wurde um etwa 60 Zentimeter aufgeschüttet, Stahlplatten wurden verlegt, Laternen abgesägt, das Vordach einer Tankstelle gekappt und 86 Bäume gefällt. Am Donnerstag (30. Juli) soll der Stahlkoloss entlang der Max-Brauer-Allee bis zum Zielort fahren. Da wird es dann richtig knifflig: „Wir werden hier die engste Stelle passieren. Da haben wir links und rechts ungefähr 80 Zentimeter Platz. Aber die Firma Mammoet, die den Transport durchführt, ist sehr routiniert und sagt solche Transporte, das ist für sie Tagesgeschäft”, so Widmaier.

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Bahnverkehr soll ab Ende August wieder rollen

Nach dem Transport zur 400 Meter entfernten Stresemannstraße wird die Sternbrücke auf die vorbereiteten Lager gehoben und anschließend fest mit Beton vergossen. Dann müssen noch Schotter, Schienen, Oberleitungen und Signale eingebaut werden. Ende August soll der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden.

Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, dpa