„Man fühlt sich hingehalten und verarscht”Anwohner klagen über Probleme mit der neuen Sternbrücke

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Anwohnerin Petra belastet seit der Fertigstellung der Sternbrücke vor allem Dreck und viel Lärm. 
RTL

Dieses Projekt ist wohl noch nicht abgeschlossen!
Seit Kurzem ist die neue Sternbrücke in Betrieb, endlich können bis zu 1.000 Züge am Tag wieder drüber fahren. Doch was nun eigentlich abgeschlossen sein sollte, wird für viele Anwohner zu einem immer größer werdenden Problem: der Lärm.

Zwischen Kulturgut und Lärmbelastung

Sie ist gerade mal seit einer guten Woche in Betrieb und bereits jetzt scheint sie für viel Diskussionsstoff zu sorgen: Die neue Sternbrücke in Hamburg wurde in den vergangenen Wochen aufwendig in Altona eingebaut. Ein Mammutprojekt, auf das die Stadt lange hingefiebert hat. Während manche Anwohner die neue Brücke als gut und wichtig empfinden, sorgt sie bei anderen für Frust.

Petra stört vor allem der Lärm, der durch die neue Brücke gekommen ist. „Wir haben vorher auf Tannenspitzen geguckt und auf Blattdächer. Und mit der Baustelle ist das verschwunden. Und dadurch ist es einfach sehr viel lauter geworden”, erzählt sie im Gespräch.

Seit dem Wegfall der Bäume gibt es bislang keine Alternative zum Lärmschutz der Anwohner. Und bis die gefunden ist, scheint es noch eine Weile zu dauern. „Die restlichen Lärmschutzwände können vollständig erst in einer nächsten Sperrpause aufgebaut werden, wenn am Bahndamm und an den seitlichen Schutzwänden der Brücke die baulichen Voraussetzungen vorliegen”, teilt die Deutsche Bahn auf RTL-Anfrage mit.

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Lange Wartezeiten werden zur Belastungsprobe

Nächste Sperrpause bedeutet in diesem Fall: Warten bis voraussichtlich Herbst 2027. Anwohnerin Petra ärgert sich über die lange Wartezeit, auch, weil sie bereits für den Bau der Brücke vieles in Kauf nehmen musste. Beispielsweise musste sie nach eigener Aussage monatelang in einem Hotel wohnen. „Ich habe gedacht, das ist ein Tippfehler. Das kann nicht sein, dass wir jetzt noch 14 Monate auf diesen Lärmschutz warten müssen. Man fühlt sich hingehalten und verarscht. Rückwirkend wäre schon schön gewesen, das vorher zu wissen”, sagt sie im RTL-Gespräch.

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Umziehen oder bleiben?

Die junge Anwohnerin wird durch den Lärm zunehmend belastet, auf ihren in der Miete enthaltenen Balkon gehe sie schon lange nicht mehr, sagt sie. Auch Umziehen sei für sie inzwischen eine Option geworden. Trotz der langen Wartezeit versichert die Bahn, es werde im Rahmen der Bauerabeiten so schnell wie möglich nach einer Lösung gesucht: „Unser Anspruch ist es, diesen Nutzen zu schaffen und dabei die Belastungen für die Menschen vor Ort so gut es geht zu reduzieren bzw. so schnell wie möglich zu beenden.”

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche