Touré will Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein werdenKampfansage auf Instagram: „Was mich nervt? Unentschlossenheit!”

Aminata Touré will mehr.
Die 33-Jährige will Spitzenkandidatin für Bündnis 90/ Die Grünen zur Landtagswahl 2027 in Schleswig-Holstein werden. Endgültig entschieden ist das allerdings noch nicht.
Instagram statt Pressekonferenz
„Was mich nervt? Unentschlossenheit!” Mit diesen Worten eröffnet Touré ihre Wahlkampfkampagne auf Instagram. Die 33-Jährige gibt damit den Startschuss für ihre politische Offensive. Ob sie am Ende tatsächlich offiziell als Spitzenkandidatin aufgestellt wird, entscheidet sich allerdings erst noch auf einem Landesparteitag der Grünen.
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Tatkräftige Unterstützung bekommt Touré aus den eigenen Reihen: Sowohl Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt als auch Finanzministerin Silke Schneider stellen sich hinter sie, beide gehören ebenfalls den Grünen an. Auch Fraktionsvorsitzender Lasse Petersdotter äußert sich auf Instagram klar: „@aminajmina ist genau die richtige, um uns als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl 2027 zu führen!“
Von der Westküste Afrikas in den Norden Deutschlands
Geboren in Neumünster als Tochter malischer Eltern, die nach dem Putsch in Mali 1991 nach Deutschland flohen, wuchs Touré in Schleswig-Holstein auf. Der Einstieg in die Politik bei den Grünen erfolgte im Jahr 2012. Zwischen 2017 und 2022 war Touré als Abgeordnete im Landtag tätig, übernahm zeitweise das Amt der Vizepräsidentin.
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Seit Juni 2022 ist sie Sozialministerin im Günther-Kabinett und damit zuständig für Themengebiete wie Jugend, Integration und Gleichstellung. In dieser Funktion vertritt sie Schleswig-Holstein auch im Bundesrat und arbeitet in verschiedenen Fachgremien mit, etwa im Bereich Arbeit, Integration und Sozialpolitik. Seit dem 1. August 2024 ist sie außerdem stellv. Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein. Im Mai 2025 brachte Touré ihr erstes Kind zur Welt. Bundesweit gilt sie als erste afro-deutsche Ministerin Deutschlands.
April 2027 als Wegweiser für Schleswig-Holstein
In knapp zehn Monaten ist es dann soweit: Schleswig-Holstein wählt am 18. April 2027 einen neuen Landtag und die Parteien im nördlichsten Bundesland stellen sich personell zunehmend auf. Nach CDU, SPD und FDP haben nun also auch die Grünen geäußert. Für die CDU geht Ministerpräsident und Landesvorsitzender Daniel Günther ins Rennen, die SPD schickt ihren Landesparteichef Ulf Kämpfer, die FDP setzt auf Fraktions- und Landeschef Christopher Vogt.
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Beim SSW ist die Entscheidung über die Spitzenkandidatur bislang noch offen. AfD und Linke, die aktuell nicht im Landtag vertreten sind, haben ihre personellen Entscheidungen ebenfalls noch nicht getroffen.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa



