Ermittler geben neue Details in Cold Case-Fall bekanntSie verschwand an einer einsamen Bushaltestelle! Was ist mit Katrin Konert (15) passiert?

Holt den möglichen Täter die finstere Vergangenheit doch noch ein?
Vor genau 25 Jahren verschwand Katrin Konert aus Groß Gaddau im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Die Ermittler gehen davon aus, dass Katrin damals getötet wurde. Möglicherweise wollte sie per Anhalter nach Hause fahren. In unserer neuen Folge von „Tatort Nord – Verbrechen zwischen Küste und Harz” erfahren wir von den Ermittlern neue, bislang unter Verschluss gehaltene Details.
Bushaltestelle wird zum Startpunkt des mysteriösen Vermisstenfalls
Seit 25 Jahren fragen sich ihre Eltern, Geschwister, Freunde und die Polizei, wo Katrin Konert ist und was mit ihr passiert ist. An einer einsamen Bushaltestelle in Bergen an der Dumme wird die damals 15-Jährige zum letzten Mal von einem Zeugen gesehen. Die Ermittler gehen davon aus, dass Katrin Opfer einer Straftat geworden ist. „Letztendlich nach den ganzen Ermittlungen, die wir geführt haben, gehen wir davon aus, dass Katrin etwas zugestoßen ist, dass sie wirklich tot ist”, sagt die leitende Ermittlerin im Fall von Katrin Konert Annegret Dau-Rödel im RTL Nord-Interview.
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Katrin verschwindet am 1. Januar 2001 spurlos. Es ist der Neujahrstag. Leichter, am Boden gefrierender Nieselregen – sogenanntes Blitzeis – sorgt an jenem Nachmittag für spiegelglatte Straßen. Die 15-jährige Katrin will sich mit ihrem damals 30-jährigen Freund im nahegelegenen Bergen an der Dumme treffen. Doch wie sie zurück nach Groß Gaddau – ihrem Heimatort – kommen soll, weiß die 15-Jährige noch nicht.
Sie kontaktiert daher laut mehrerer Zeugenaussagen im Laufe des Nachmittags männliche Bekannte und verlässt kurz vor 19 Uhr dann schließlich die Wohnung ihres Freundes – ob sie bis dahin eine Mitfahrgelegenheit gefunden hatte, ist bis heute unklar. Ein Bekannter von Katrin will die Schülerin wenig später dann an der besagten Bushaltestelle gesehen haben. Es ist das wohl letzte Lebenszeichen von Katrin.
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Ermittler geben neue Informationen bekannt
Die Ermittlungsgruppe „Konert” befragt in den Wochen und Monaten nach Katrins Verschwinden zahlreiche Personen aus dem Umfeld der Schülerin – einige ihrer Bekannten rücken dabei besonders in den Fokus. Insgesamt ermittelt die Polizei gegen fünf Männer: Gegen Katrins damaligen Freund, sowie gegen drei Bekannte von Katrin – sie hatten alle jeweils persönlichen oder telefonischen Kontakt zu der 15-Jährigen am Tag ihres Verschwindens.
Auch gegen den damaligen Vermieter der Familie Konert wird kurzzeitig ermittelt: „Er soll auch mit dem Taxi unterwegs gewesen sein. Und er hatte wohl kurz nach Neujahr, so sagten andere Zeugen das aus, eine Verletzung im Gesicht . Er hatte ein blaues Auge und er selbst hatte in seinen Aussagen widersprüchliche Angaben gemacht”, so Annegret Dau-Rödel. Doch keinem von ihnen können die Ermittler etwas nachweisen. Und so lange nicht das Gegenteil bewiesen ist, gilt für sie die Unschuldsvermutung. Heute wird gegen keinen der Männer mehr konkret ermittelt.
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Am 1. Januar 2026 jährt sich Katrins spurloses Verschwinden nun zum 25. Mal. Um auch nach so langer Zeit nochmal auf den Fall aufmerksam zu machen und vielleicht doch noch den entscheidenden Hinweis zur Lösung des Falls zu bekommen, gibt die Polizei bislang unveröffentlichte Details bekannt: 2018 hatte sich eine Person anonym bei den Ermittlern gemeldet. Diese Person hat einen weiteren Mann genannt, der Katrin kurz vor ihrem Verschwinden gesehen hatte. Der Mann habe Katrin angeboten, sie nach Hause zu fahren. Katrin habe das aber abgelehnt, so die Ermittlerin.
Kriminalhauptkommissarin Annegret Dau-Rödel bittet den anonymen Hinweisgeber, sich erneut bei der Polizei zu melden. Möglicherweise kenne er oder sie Details, die neue Erkenntnisse liefern. Denn auch nach 25 Jahren geben die Ermittler nicht auf und folgen weiterhin jeder Spur, die zu Katrin oder einem möglichen Täter führen könnte. Um den Angehörigen endlich die entscheidende Antwort darauf geben zu können, warum Katrin damals nicht nach Hause gekommen ist und was mit der jungen Frau damals in dieser kalten Januarnacht passiert ist.
Verwendete Quellen: Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen




