Er versteckte sich zwischen Dreck und Pfandflaschen Polizei ruft Hilfe – doch gefährlicher Hund ist nur ein verängstigter Welpe

„Das Tierheim ist kein Ort zum Gross werden!“
Das sagt Kathi Heuvels vom Tierschutzverein Friesoythe. Denn dort lebt der fünf Monate alte Welpe mit dem Namen Gangstar gerade. Und die Tierschützer sind überzeugt: Der kleine Hund ist alles andere als ein Verbrecher.
Hund fletscht die Zähne
Ende Dezember klingelt das Notdiensthandy vom Tierschutzverein. „Da war die Polizei dran und hat uns gesagt, dass in Cloppenburg ein gefährlicher Labrador ist, der sehr viel knurrt und am Zähne fletschen ist”, erinnert sich die 33-Jährige noch genau. Doch dann wird klar: Der gefährliche Hund ist eigentlich ein kleiner verängstigter Welpe.
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Autofahrer hatten die Polizei informiert, weil der Kangal-Mix an einer viel befahrenen Straße herumlief. Er versteckte sich dann in einer unbewohnten Hütte. „Der arme Kerl hatte auch einfach wahnsinnig Hunger, lag da in Dreck und Pfandflaschen und hat sich dann über jedes bisschen Futter ganz tüchtig gefreut.”
„Im Tierheim sind alle verliebt”
Im Tierheim peppeln sie den kleinen Rüden auf. Er verdrehe den Mitarbeitern und Besuchern reihenweise die Köpfe. „Er kuschelt total gerne. (...) Im Tierheim sind alle verliebt.”
Gangstars neue Besitzer sollten schon vorerfahren sein. „Man sieht halt schon, dass Kangal auf jeden Fall mit drin ist. Und das heißt, er will ja ein Hof- und Wachhund werden oder ein Herdenschutzhund.” Ein entscheidender Vorteil ist das Welpenalter: „Bei ihm ist noch alles offen, was er werden kann und was er werden möchte.” Der Welpe stecke voller Potenzial.
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Welpe mit Potenzial sucht Zuhause
Warum er alleine in der Hütte war, ist unklar. „Es gibt ein paar Hinweise aus der Bevölkerung, dass er da möglicherweise schon ein bisschen länger lief.” Es könne sein, dass der kleine Hund ausgesetzt wurde, sicher ist dies jedoch nicht. Deshalb hat Kathi Heuvels vom Tierschutzverein Friesoythe einen Wunsch: „Bei dem Potenzial, das er hat, wünschen wir uns einfach, dass er zügig ein neues Zuhause findet. Menschen, die, entweder schon ein bisschen Ahnung von der Rasse haben, vielleicht sogar Haus und Hof haben. (...) Er kann entweder eine Couch-Potato werden oder jemand, der den Hof bewacht.” Ein richtiges Zuhause, das hat Gangstar nach seinen ersten turbulenten Monaten definitiv verdient!
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


































