Erinnerung an einen geschätzten Kollegen und lieben MenschenGetöteter Zugbegleiter Serkan wird mit Gedenktafel geehrt

Zugbegleiter Serkan C. (†36) wurde in einem Regionalexpress brutal attackiert. Wir zeigen ihn auf Wunsch der Familie offen.
Zugbegleiter Serkan C. (†36) wurde in einem Regionalexpress brutal attackiert. Wir zeigen ihn auf Wunsch der Familie offen.
Privat

Anfang Juli fiel das Urteil, nun wird Serkan postmortem geehrt.
An seinem Dienstort soll ein Mahnmal an den getöteten Schaffner Serkan Çalar erinnern. Für die Familie ist es schmerzliche Erinnerung und Trost zugleich.

Erinnerung an einen geschätzten Kollegen und lieben Menschen

Zu Ehren des bei einer Fahrscheinkontrolle getöteten Zugbegleiters Serkan Çalar wird am 18. September eine Gedenktafel im Hauptbahnhof Mannheim enthüllt. Gemeinsam mit der Familie von Çalar wolle man einen dauerhaften Mahn- und Gedenkort einrichten, teilte ein Bahnsprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Es gehe darum, die Erinnerung an einen geschätzten Kollegen und lieben Menschen, aber auch an die schreckliche Tat im Bewusstsein zu halten.

Çalar (36) war Anfang Februar nach einem Angriff eines Fahrgastes ohne Ticket in einem Regionalexpress nahe Landstuhl (Westpfalz) an einer Hirnblutung gestorben. Der Täter (26) wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

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„Gelesen von Tausenden und niemals vergessen”

Mannheim war Dienstort von Çalar. Der Alleinerziehende hinterließ zwei minderjährige Kinder. Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen und löste eine Debatte über Sicherheit in Zügen aus.

Die Familie von Çalar betonte anlässlich der geplanten Gedenktafel erneut, dass sie der Tod tief erschüttert habe. „Es bricht uns das Herz, dass er uns in so jungen Jahren verlassen hat und eine tiefe Wunde in unseren Herzen hinterlässt”, teilten die Angehörigen mit. Andererseits spende die Errichtung einer Gedenkstätte in seinem Namen Trost. „Denn wir wissen, dass sein Name für immer fortleben wird – gelesen von Tausenden und niemals vergessen.”

Anfang August hatte ein Handball-Benefizspiel zwischen dem pfälzischen Zweitligisten Eulen Ludwigshafen und dem saarländischen Drittligisten HG Saarlouis (27:27) rund 6.000 Euro für die Hinterbliebenen von Çalar eingespielt. Schirmherr war der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder. (dpa/vho)

Verwendete Quelle: dpa